RECUP international

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coffeetogorevolution around the world!?

Wann bekommt man RECUP endlich auch im Ausland? Da wir am Telefon, per Mail, in Bars und bei Familienessen von Fragen zum Ausland überschwemmt werden: Wir wollen Euch mitteilen, wie unsere Pläne diesbezüglich aussehen und was unsere nächsten Schritte sein werden.

“Natürlich interessiert mich die Zukunft.
Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“

Mark Twain

  • WO GEHT’S ALS NÄCHSTES HIN?

  • UND IN ÖSTERREICH?

  • SINNVOLLE STRATEGIE?

wo geht’s als nächstes hin?

Wir werden immer wieder gefragt, wann wir endlich auch ins Ausland kommen. Wir freuen uns, dass derzeit in den verschiedensten Ländern aktiv nach einer nachhaltigen Alternative zu Einwegbechern gesucht wird und wünschen uns natürlich, dass die #coffeetogorevolution bald überall dazu beiträgt, Einwegmüll zu reduzieren.

Wir sind uns unserer Verantwortung für das Thema und der großen Chance bewusst und unterstützen die Idee des Pfandsystems für Coffee-to-go auch im internationalen Kontext. Deshalb versuchen wir mit unserer Erfahrung für alle interessierten Akteure greifbar zu sein, sodass wir dort beschleunigen und unterstützen können, wo Menschen RECUP oder ein ähnliches System zu sich holen wollen.

UND IN ÖSTERREICH?

Besonders oft bekommen wir Anfragen von unseren Nachbarn aus Österreich, die sich ebenfalls ein nachhaltiges Pfandsystem für Coffee-to-go wünschen. Aber um einen neuen Markt anzugehen, braucht man viel Motivation, Durchhaltevermögen und vor allem Zeit. Um RECUP auch bald in Österreich verfügbar zu machen, brauchen wir daher Eure Hilfe: Ihr habt Lust, RECUP zu Euch nach Österreich zu holen, das Pfandsystem dort auf- und auszubauen oder kennt jemanden, der genau richtig dafür wäre? Dann schaut Euch die Anzeige an und meldet Euch!

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Sinnvolle Strategie?

Wie sollen wir an das Thema herangehen? Diese Frage lässt immer wieder unsere Gehirnzellen auf Hochtouren laufen.

Da das Thema sehr präsent ist, stehen wir mit vielen Akteuren aus unterschiedlichen Ländern im aktiven Austausch. Uns ist bewusst, dass unsere Wirkung größer ist, wenn wir wachsen – somit auch der positive Fußstapfen, den wir damit hinterlassen können. Je mehr Leute wir erreichen, desto schöner für uns. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam schaffen wir mehr, können wir so unseren Impact stärken.

Wir wollen mit unserem Wissen dazu beitragen, dass das Pfandsystem weltweit Fuß fassen kann, um auch außerhalb von Deutschland Menschen für das Thema Konsum zu sensibilisieren.

Dass die Internationalisierung ganz neue Möglichkeiten eröffnet, wissen wir. Dass diese aber auch Risiken birgt, ist uns auch klar. Genau deshalb versuchen wir, alle unsere Möglichkeiten abzuwägen, um den Schritt über die nationale Grenze erfolgreich meistern zu können.

Hast Du auch Tipps, Ratschläge oder einfach eine Meinung zu dem Thema? Wir freuen uns über Kommentare, Nachrichten oder Deinen Besuch!


Euer RECUP-Team

ÖKOBILANZ MEHRWEG

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#vollangekommen

“Gerade mal 2 Wochen ist Steffi jetzt bei uns im Team und wir haben es noch nicht mal geschafft ein Foto von ihr auf unsere Website zu laden. Dafür hat sie jetzt schon ihren ersten Transparenz-REport geschrieben und wir finden ihn großartig. Viel Spaß beim Lesen! :-)” Fabian & Florian

einweg, mehrweg, pfand, …
und jetzt?

Ein Grund zur Freude – endlich gibt es eine Ökobilanz zum Thema Mehrweg. Schwarz auf weiß: Mehrwegbecher im Pfandsystem sind ökologisch nachhaltiger als Einwegbecher sofern diese auch öfter genutzt werden. Wir haben nichts anderes erwartet, denn immerhin geht es hierbei um die Grundlage unseres Handelns. Der Grund, warum wir jeden Tag gerne arbeiten und unser Pfandsystem so noch bekannter machen.

In diesem Transparenz-REport möchten wir die ersten Ergebnisse mit Euch teilen, auf die Problematik Einweg vs. Mehrweg eingehen und erklären, warum das Thema von so großer Bedeutung ist. Die Studie wird voraussichtlich Anfang des Jahres 2019 veröffentlicht. Vorab teilen wir mit Euch die ersten Ergebnisse der Studie, die bei der Veröffentlichung bekannt gegeben wurden.

  • MEHR-WEGE STATT EINWEG

  • EINWEG HIN ODER HER - WIR HABEN DOCH GAR KEIN MÜLLPROBLEM?!

  • WEITER GEDACHT?!

Mehr-wege statt Einweg

Das Umweltbundesamt hat erstmalig eine Studie erhoben, die Zahlen/Auswertungen zu Einweg- vs. Mehrwegsystemen aufzeigt. Die Daten wurden im Jahr 2016 erhoben und im November 2018 im Umweltbundesamtes in Berlin vorgestellt.

Insgesamt verbrauchen wir Deutsche demnach insgesamt ca. 2,8 Mrd. Becher pro Jahr. Das ist 34x so viel, wie die Bevölkerung Deutschlands! Die Zahlen entsprechen auch dem Ergebnis der bereits 2015 veröffentlichten Zahlen durch die Deutsche Umwelthilfe (e.V.).
Resultat: Ein Übermaß an Einwegbechern, die die Umwelt belasten, Ressourcen verschwenden und eigentlich völlig unnötig sind – zumindest aus unserer Sicht. :)

Die Studie bringt zudem hervor, dass ein Mehrwegbecher (wie auch wir ihn nutzen – aus Polypropylen) ökologisch gesehen besser als der Einwegbecher ist, sobald dieser ca. 20-30 Mal wiederverwendet wird. Somit hängt der ökologische Erfolg des Mehrwegbechers davon ab, wie oft dieser verwendet wird.

Quintessenz: Wenn RECUPs so oft genutzt werden wie möglich, können wir wirklich viel bewirken. Mind. 500 Spülgänge ist die Garantie unseres Herstellers und erst vor kurzem haben unsere RECUPs ohne Probleme 1.000 Spülgänge mitgemacht. Wichtig - bringt Eure Becher auch zurück!

Natürlich ruhen wir uns nicht auf diesen Ergebnissen aus und wollen Euch unsere Gedanken zu Einweg vs. Mehrweg in diesem REport aufzeigen.

Einweg hin oder her - Wir haben doch gar kein Müllproblem?!

Unser Plastikkonsum steigt. Der Online-Handel und auch unsere to-go-Mentalität forcieren dies immens und so ist Deutschland Vorreiter, was Verpackungsmüll angeht. Im Jahr 2016 haben wir 74% mehr Kunststoffverpackungen verwendet als noch zum Jahrtausendwechsel (Quelle). Nimmt man als Beispiel Salat-to-go: Hier steckt nicht nur der Salat in einer Verpackung, sondern auch das Dressing, Croutons etc. - solche Dinge summieren sich.
Jeder Deutsche produziert so jährlich ungefähr 220kg Plastik-Einweg-Müll. (Beinahe ⅓ mehr als das restliche Europa) (Quelle).

Bei uns in Deutschland ist auf den ersten Blick kaum ein Müllproblem zu erkennen. Doch! Seht mal genauer hin:

Der Müll sammelt sich in stehenden und fließenden Gewässern. Die fließenden Gewässer agieren zudem als Transportweg und leiten das Plastik in die Weltmeere. Im Rhein, beispielsweise, treiben etwa 192 Millionen Mikroplastik-Partikel – 10 Tonnen Mikroplastik – welche in die Nordsee fließen. Auch im Bodensee wurden Plastikpartikel entdeckt – besonders besorgniserregend, da dieses Gewässer als Trinkwasserquelle für Millionen von Menschen dient. Dies hat nicht nur weitreichende Folgen für Flora und Fauna, sondern auch für uns Menschen (Quelle).

Die Studienergebnisse des Bundesumweltamts zu Ein- bzw. Mehrweg ergeben zudem, dass besonders häufig laminiertes Papier, wozu auch Coffee-to-go Einwegbecher gehören, in der Umwelt landet. Müll, der weder recycelt noch verwertet werden kann und unsere Umwelt stark belastet. Der Coffee-to-go Einwegbecher gehört zu den TOP 10 Littering-Items – erschreckend!M

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Plastikentsorgung - funktioniert doch super in Deutschland

Bei uns wird Plastik doch recycelt?

Geht es nach einem Bericht des Rats für nachhaltige Entwicklung, liegt der Anteil der „stofflichen Verwertung von Plastikabfällen“  bei nur 12%. Der restliche Plastikabfall wird nach China exportiert oder verbrannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Dein Plastikmüll zur Verschmutzung der Meere beiträgt, ist somit sehr hoch. Wir alle tragen eine große Verantwortung dafür, wie unsere Weltmeere aussehen (Quelle).

Weiter gedacht?!

In unserer heutigen Zeit führt die Schnelllebigkeit zu einem gesellschaftlichen Wandel und verändert unser Konsumverhalten immer stärker. Statt Kaffee aus der Porzellantasse gibt es heute immer häufiger Coffee-to-go im Einwegbecher. Mittlerweile ist es nicht mehr wegzudenken, das Getränk “mit dabei zu haben”. Klar ist aber natürlich: Gäbe es keine Einwegbecher, die unsere Umwelt belasten, bräuchten wir auch kein Pfandsystem für Kaffeebecher. Wir bei RECUP wären dann zwar arbeitslos, hätten aus ökologischer Sicht aber genau das erreicht was wir wollen – ein Problem aus der Welt geschafft!

Wir sehen unser Pfandsystem als Lösungsansatz für ein akutes Problem: Es reduziert die Anzahl der benötigten Einwegbecher in Deutschland, reduziert die Abfallmengen und schont wertvolle Ressourcen. Noch schöner wäre es, wenn wir gar kein Problem bekämpfen müssten.

Zudem sehen wir es als unsere Aufgabe Aufklärungsarbeit zu leisten und auf einem konstruktiven Weg zur Veränderung des Konsumverhaltens beizutragen. Mit unserer nachhaltigen Alternative zum Einwegbecher, wollen wir einen Denkanstoß geben und jeden dazu bewegen sich auch selbst öfter mal zu hinterfragen.

Und hier kommst Du ins Spiel

Du findest gut, was wir machen, wie wir es machen und willst uns dabei helfen? Dann sprich über uns, frag Dein Lieblingscafé, ob es mitmachen möchte und teile die Momente Deiner #coffeetogorevolution auf Social Media! Wir freuen uns wirklich über jedes neue Partner-Café, jedes Feedback und jeden neuen RECUP-User – denn das ist es, was uns voran und unserem Traum ein bisschen näher bringt: PFAND. STATT. MÜLL.

Eure Steffi

Startup insights: Finanzierung

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LET'S TALK MONEY!

Business Angels, Finanzierungsrunden – und wir mittendrin im "Klischee Startup: Arm und Sexy". Und so hören wir immer wieder die Frage, wie wir es schaffen, durch ganz Deutschland zu reisen, mit RECUP eine Stadt nach der anderen zu erobern und dabei noch die ganzen motivierten Menschen in unserem Team zu bezahlen. Mitfahrgelegenheit & Couchsurfing?

Gute Fragen! In diesem Transparenz-REport möchten wir deshalb die Frage beantworten, woher unser Geld eigentlich kommt und wie wir wirtschaftlich aufgestellt sind.

 

"Wozu ist Geld gut, wenn nicht, um die Welt zu verbessern?" Elisabeth Taylor

WOVON WIR LEBEN


Immer noch wird uns die Frage gestellt: "Und was machst Du hauptberuflich?", "Kannst Du jetzt schon davon leben?" oder "Macht ihr das alle ehrenamtlich?"

Als Social Business ist uns wichtig, dass alle Menschen, die für RECUP arbeiten, für ihre Zeit auch fair entlohnt werden. Denn Herzblut ist zwar der Hauptbestandteil für unser Tun und Handeln, aber damit alleine können wir die #coffeetogorevolution nicht vorantreiben. Vor allem nicht in der Stadt mit den teuersten Mieten Deutschlands. Und auch wenn es sich manchmal so anfühlt: Wir haben (noch) keine BahnCard 100 und leben aktuell auch nur zeitweise im Zug.

Also: Ja, wir können davon leben und wollen das auch. Momentan allerdings nur, weil wir Investoren (sog. Business Angels) an Board geholt haben. Sie geben uns nicht nur Geld dafür, dass wir daraus mehr machen, sondern vor allem, um ein motiviertes Team zu beschäftigen und gemeinsam den gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.

 

BUSINESS ANGELS - Engel Oder Teufel?


Der Begriff des Business Angels leitet sich ursprünglich aus der Funktion des "Engels" für das Startup ab: Ein guter Business Angel soll nicht nur Geld, sondern im Idealfall auch relevantes KnowHow, Netzwerk und Erfahrung zur Verfügung stellen. Machmal hört man allerdings auch, dass sich untern den Flügeln kleine Teufel verstecken. Für unsere Engel trifft das definitiv nicht zu: Wir können mit sehr gutem Gewissen sagen, dass wir absolut zufrieden und dankbar sind. Dankbar dafür, ab und zu auch mal von der Klippe gestoßen zu werden, um zu lernen, wie wir selbst fliegen. Aber niemals mit dem Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Entscheidend ist die richtige Mischung aus Herausforderung und Sicherheit - wie immer im Leben halt.

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Und was bekommt so ein Investor dafür?

Firmenanteile, Zinsen, etc... eben genau das, was man miteinander vereinbart hat. Wir haben uns bewusst für die Ausgabe von Anteilen entschieden. Je nachdem, wie viel Geld benötigt und wie hoch der Wert des Unternehmens eingeschätzt wird, werden die Investoren am Unternehmen, und damit z.B. auch an Gewinnen, beteiligt.

Der Vorteil liegt für uns klar auf der Hand: Sie hängen ab dem Moment der Unterschrift mittendrin. Wenn wir uns von Erfolgsgipfel zu Erfolgsgipfel schwingen, schwingen sie mit. Wenn wir bis zu den Haarspitzen in der S****** stehen, guckt vom Investor nur noch der Kopf raus.

Der Nachteil: Da das Unternehmen nicht mehr nur uns Gründern gehört, müssen wir alle Investoren mitreden lassen. Das heißt nicht, dass wir als geschäftsführende Gesellschafter keine Entscheidungen mehr treffen können, wichtige Themen müssen aber im größeren Kreis diskutiert werden, was manchmal zeitaufwändig ist.

"Wie sieht das mit den Investoren bei RECUP genau aus?"

Wichtigste Erkenntnis (zum Glück, bevor wir die erste Finanzierungsrunde abgeschlossen hatten): Investoren sind nicht unsere Chefs! Augenhöhe, Transparenz und Akzeptanz sind für den gemeinsamen Erfolg unabdingbar.

Wir hatten mit unseren Investoren nicht nur viel Glück, sondern konnten unser Team um wichtige Kompetenzen erweitern. Mit Kontakten in die Kaffeeszene, Coachings, IT-Unterstützung, aber auch rechtlicher Beratung, stehen uns alle zur Seite und helfen uns mit ihrer Erfahrung. Und das nicht erst, wenn wir mal nicht weiterwissen, sondern auch proaktiv. Alle haben eins mit uns gemeinsam: Sie brennen für die Sache und feiern Erfolge mit uns genauso, wie sie Probleme konstruktiv und ohne unnötigen Druck gemeinsam mit uns lösen.

"Aber Investoren wollen doch ihr Geld auch wieder zurück? Spürt ihr Druck, möglichst schnell Gewinn zu machen? Hindert Euch das gar daran, nachhaltig zu handeln?"

Den Druck, schnell Gewinn zu machen, spüren wir selbst - dafür brauchen wir keine Investoren. Wenn man von zuhause auszieht, möchte man ja auch nicht für immer vom Geld der Eltern leben, oder? Wie unglaublich schön ist der Moment, indem man auch die Eltern mal auf eine Pizza einladen kann - auch wenn es nur eine kleine ist ;-). Ähnlich verhält es sich mit unseren Investoren. Sie sehen ihre Aufgabe darin, dem Potential der Idee die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Unsere Investoren zeichnet dabei vor allem eine Komponente aus: Sie alle haben in RECUP investiert, weil sie an die Idee und an uns glauben. Sie glauben, wie wir, dass wir mit RECUP Menschen zum Umdenken bewegen und den gesellschaftlichen Wandel zu einer verantwortungsvolleren, bewussteren Konsumgesellschaft aktiv vorantreiben können. Fairer Einkauf, faire Gehälter und alles was sonst zu einem nachhaltigen Unternehmensaufbau dazu gehört sind demnach eine Selbstverständlichkeit und keine unnötigen Ausgaben. Da muss man für die Flyer aus der Umweltdruckerei eben auch mal den zehnfachen Preis bezahlen - that's the deal!

 

NACHHALTIGKEIT AUF PUMP - ist das nachhaltig?

“Damit bedient ihr Euch ja der gleichen Mittel, wie alle kapitalistischen Unternehmen…?”

Eine durchaus berechtigte Frage. Eine, die auch eng mit der Frage “Müssen wir immer weiter wachsen?” zusammenhängt.
Am liebsten wäre es uns, wir würden mit eigenen Mitteln nach und nach, also organisch, wachsen. Klassisch nach dem Prinzip: Du fertigst ein Produkt. Verkaufst es. Du fertigst davon 2 Produkte. Verkaufst 2 Produkte…

Warum wir das nicht machen?

  • Speed matters

Der Mehrwegpfandsystem-Markt ist weltweit unbesetzt und wird umso attraktiver für neue Markbegleiter, je mehr wir zeigen, dass unser Konzept aufgeht. Unsere Marke haben wir selbstverständlich eingetragen und geschützt, ein Patent auf eine Geschäftsidee ist in Deutschland hingegen nicht anmeldbar. Daher bleibt nur eine Möglichkeit, sich vor Nachahmern zu schützen: Schnell bekannt werden und somit das "Tempo"-Taschentuch unter den Pfandbechern zu werden ;-). Dafür benötigen wir drei Dinge: Erfahrung, Geld und natürlich Eure Unterstützung.

  • Coffee-to-go-Müll ist ein riesiges, politisches Thema

Seit wir mit RECUP gestartet sind, wird das Thema “Einwegbecher als Sinnbild für unsere Wegwerfgesellschaft” omnipräsent in den Medien heiß diskutiert. Als kleines Projekt würden wir viel weniger wahrgenommen werden und hätten auch nicht die Chance, unsere Erfahrungen bei runden Tischen, wie dem des Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz, der Fachtagung für kommunale Abfallvermeidung, etc. zu teilen. Wir wollen ehrlichen und transparenten Impact erzeugen.

  • Apropos Impact: Wollen wir hunderte Insellösungen in Deutschland?

Schon im ersten Jahr haben wir gezeigt, dass wir es ernst meinen und sind über Deutschland verteilt in München, Berlin, Oldenburg und Köln gestartet. Mit der Vision, ein deutschlandweites Pfandsystem zu etablieren, wollten wir von Anfang an verhindern, dass sich in jeder Stadt einzelne Insellösungen etablieren. Regionale Lösungen können  zwar funktionieren, sind meistens jedoch nicht ökonomisch nachhaltig aufgebaut und können das Problem somit nicht dauerhaft lösen. Hinzukommt, dass wir mit Insellösungen niemals die Berufspendler erreichen, die ihren Kaffee in der einen Stadt mitnehmen und den Becher in der nächsten wieder abgeben möchten.

Fazit: Ja, auf Pump - und unserer Überzeugung nach trotzdem oder vor allem deshalb auch nachhaltig. Damit wir möglichst schnell möglichst viel bewegen und ein nachhaltiges System aufbauen können. Wir tauschen Geld gegen Anteile und ermöglichen unseren Investoren somit ihr Geld sinnvoll zu investieren und ggf. auch einen Return on Investment zu bekommen.

 

WIE GEHT`S WEITER? WO STEHT IHR GERADE?

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Aktuell stehen wir direkt vor der zweiten Finanzierungsrunde und erhalten von unseren bisherigen Investoren weiteres Geld.

Unser großes Ziel damit: Break Even. Der magische Punkt, an dem das ganze Geld, das wir ausgeben, von uns selbst verdient wurde. Für uns bedeutet das Unabhängigkeit. Wir können die Mehrheit des Unternehmens behalten und somit langfristige strategische Entscheidungen aktiv mitgestalten.
Bis wir an diesem Punkt angekommen sind, ist aber noch ein ordentliches Stück Arbeit zu tun: Nach der aktuellen Kostenstruktur müssen wir uns von der Partnerzahl noch einmal verdoppeln.

Und hier kommst Du ins Spiel

Du findest gut, was wir machen und wie wir es machen und willst uns dabei helfen? Dann sprich über uns, frag Dein Lieblingscafé, ob es mitmachen möchte und teile die Momente Deiner #coffeetogorevolution auf Social Media! Wir freuen uns wirklich über jedes neue Partner-Café, jedes Feedback und jeden neuen RECUP-user – denn das ist es, was uns voran und unserem Traum ein bisschen näher bringt: PFAND. STATT. MÜLL.

Euer Flo & Fabi

 

 

Plastic Free July

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JULY – Let's talk about plastic

Es scheint die Sonne, Du genießt das Wetter, es ist Juli und Du möchtest Dir keine anderen Gedanken machen, als “Sind mein Handtuch und Bikini wieder trocken für die nächste Badesession?” oder “Nehme ich heute Zitrone, Schoko oder Mango-Eis?”. Die Gedanken sind auf Urlaubsmodus, das Gemüt beschwingt, die Haare nass – und die Meere voll mit Plastik. 

"Ja", denkt man sich da, "von der Vermüllung der Meere habe ich schon mal was gehört." Aber irgendwie ist das doch weit weg, da mache ich ja grad nicht Urlaub, das ist ja nicht der Strand bei uns am Badesee. Und außerdem – ich würde doch nie Plastik ins Meer werfen. Also doch nicht unser Problem? Doch. Das zeigen Fotos und Videos von Stränden auf der ganzen Welt. Zum Glück gibt es immer mehr Initiativen, die auf das Problem aufmerksam machen. Auch wir bei RECUP nehmen uns das Thema sehr zu Herzen, denn unsere Pfandbecher sind aus dem Kunststoff Polypropylen gefertigt. Deswegen beschäftigen wir uns viel mit den großen Fragen rund um Kunststoff und haben sie in diesem REport zusammengefasst:

  • INITIATIVEN UND ALTERNATIVEN FÜR ALLE

  • EINWEG, MEHRWEG UND RECYCLING

  • PLASTIC-TROUBLE: MIKROPLASTIK

  • WHAT POLITICS CAN DO

  • WHAT WE ARE DOING

  • SO ENTSTEHT DER RECUP

Plastikstrände und Müllwellen – egal ob auf Bali, Hawaii oder in der Dominikanischen Republik, das Problem zeigt sich weltweit. © Dolphin Discovery @ Giphy

 

INITIATIVEN UND ALTERNATIVEN FÜR ALLE

Genau JETZT, im Siesta-Monat Juli, greift die Kampagne Plastic Free July mit einer weltweiten Challenge: einen Monat Einwegplastik meiden (oder ganz darauf verzichten) und die Botschaft teilen. Denn je mehr Menschen von dem Umweltproblem mitbekommen und Alternativen im Alltag integrieren, desto besser.

In kleinen, einfachen Schritten zum Ziel

Das klingt natürlich im ersten Moment nach einer unbequemen und komplizierten Umstellung – das ist es aber nicht. Es geht nicht darum, auf einen Schlag Kunststoff komplett aus dem Alltag zu verbannen. Vielmehr möchte die Kampagne ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viel Einwegmüll sich im Laufe eines Monats bei jedem Einzelnen von uns ansammelt. Denn es summiert sich ja nicht nur der Verpackungsmüll zuhause, hinzu kommen die Strohhalme von den Cocktails am Freitag, die Plastikgabeln beim Grillen mit Freunden im Park, die Smoothie-Flasche, das Obstsäckchen und vieles mehr. #PlasticFreeJuly lässt einen darüber nachdenken, wo man auf Einwegplastik verzichten könnte. Beim Einkaufen geht das zum Beispiel ganz leicht – in Unverpackt-Läden, auf dem Wochenmarkt, im Dorfladen oder eben im Supermarkt: Einfach die unverpackten Lebensmittel bevorzugen, im Großgebinde kaufen, Mehrweg-Pfandflaschen nutzen – und zusehen wie der Müllberg schrumpft!

 

Nach jedem Strohhalm greifen? Nein!

Ein weiterer großer Einweg-Liebling ist der Strohhalm. Eigentlich nicht zwingend notwendig, nutzen wir ihn öfter, als es uns vielleicht bewusst ist. Natürlich ist es wunderbar, durch den Strohhalm zu schlürfen, seinen Cocktail damit umzurühren und die Beeren rauszupicken – aber so entsteht ein riesiger Berg Müll, 100 Millionen Plastikröhrchen pro Jahr alleine in München. Und nun? Keine Sorge, wir führen keinen Pfandstrohhalm ein, das wäre ja verrückt. Außerdem gibt es bereits wunderbare Mehrweg-Alternativen. Und den kleinen Begleiter bekommst Du in jeder (Jacken-) Tasche unter. Es gibt die richtig schick, z.B. aus Glas von HALM (siehe Bild), aber auch aus Metall, Hartplastik oder tatsächlich auch aus Stroh. Unser all-time-favourite: Die gute alte Makkaroni-Nudel! 

Mehr Infos zum Plastic Free July und wo Du sonst noch unkompliziert Einwegmüll einsparen kannst, findest Du unter www.plasticfreejuly.org oder auf Social Media unter dem Hashtag #PlasticFreeJuly. Shia, die auf “Wasteland Rebel” über ihr Zero Waste Leben bloggt, fasst Informationen und Tipps in einem tollen Post zusammen: https://bit.ly/2LJrDdx

 Sommerdrink ja bitte! Aber ohne Plastikstrohhalm!

Sommerdrink ja bitte! Aber ohne Plastikstrohhalm!

 

“Aber warum ist Kunststoff eigentlich so schlimm und gibt es da Unterschiede in der “Schlimmigkeit”?”

EINWEG, MEHRWEG UND RECYCLING

Auch eine gute Frage. Bei uns dreht es sich so oft um das Thema Plastik, vor allem heute in diesem REport, aber was ist Plastik eigentlich?
Plastik verwenden wir umgangssprachlich, wenn wir Kunststoff meinen. Aber da gibt es Unterschiede, die nicht ganz einfach zu erklären sind. Es gibt verschiedene Kunststoffe mit verschiedenen Material-Eigenschaften und Inhalten. Dabei ist Polypropylen, welches wir benutzen, ein sehr reiner und hochwertiger Kunststoff und somit sehr langlebig. Plastik, welches häufig für Einwegbecher, -Strohhalme, etc. benutzt wird, ist sehr dünnes einfaches Material, also weniger langlebig.

"Kunststoffe sind überall, aber zu viele davon werden nur einmal genutzt, bevor wir sie wegwerfen. Einwegkunststoffe landen in der Umwelt und verschmutzen diese, gleichzeitig gehen so Ressourcen verloren. Der Großteil der Kunststoffabfälle in Europa wird auf Deponien gelagert oder verbrannt und nicht recycelt." Europäische Kommission.

Daher gilt generell, dass Mehrwegsysteme, denen sich ein Recycling am Ende anschließt, wie das Mehrwegflaschensystem – um ein anderes Beispiel als uns selbst zu nehmen – am nachhaltigsten sind. Hier wird der Kunststoff nicht nur sehr häufig genutzt, sondern auch am Ende wieder benutzt, so bleibt der Kunststoff im Kreislaufsystem.

Wir möchten damit einen kurzen Überblick geben, verweisen aber gern auf die Seite der Europäischen Kommission, auf der alles zum Thema erklärt wird.

PLASTIC TROUBLE: MIKROPLASTIK

Eines der häufigsten Schlüsselworte zum Thema "Plastik in den Meeren",  ist Mikroplastik: Kunststoffteilchen, die kleiner sind als 5 mm Durchmesser. Dieses entsteht z.B., wenn sich der Strohhalm oder der Einwegbecher, der an der Isar liegen geblieben ist, durch Umwelteinflüsse (wie z.B. Wellenbewegungen, Abrieb oder UV-Strahlen) zersetzt. Kunststoff kann sich mehr oder weniger schnell zersetzen und irgendwann wird der Müll so "unsichtbar". Damit ist er aber nicht weg, denn Kunststoff verschwindet nicht einfach vollständig – es entsteht Mikroplastik, dass in unserem Trinkwasser, im Meer oder in unseren Böden landet und somit in Fischen, Nutztieren – und also auch in uns.
Unser Hersteller garantiert uns, dass beim inneinander Stapeln der RECUPs kein Abrieb – also Mikroplastik, entsteht. 

Was tun?

Mikroplastik lässt sich in erster Linie reduzieren, indem wir Produkte aus Kunststoff vermeiden, die nach einmaligem Gebrauch weggeschmissen werden. Außerdem können wir Produkte mit Mikroplastik meiden, immer auf Mehrweg setzen, wo es möglich ist und natürlich durch konsequentes Recycling der Kunststoffprodukte.

Mehr Informationen zu Mikroplastik und wie Du es vermeiden kannst, findest Du z.B. auf Utopia.

 

WHAT POLITICS CAN DO

Dieses Jahr hat das Thema auch in Deutschland einen spannenden Kontext durch die neue Plastikstrategie der Europäischen Union bekommen.

Grundlage der politischen Diskussion sind vor allem folgende Fakten dazu – die sollte man sich ruhig Mal bei einem Eis (ohne Einwegbecher und -löffel) auf der Zunge zergehen lassen:

  • Jedes Jahr fallen in Europa 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an, weniger als 30% davon werden recycelt.

  • Mindestens drei Milliarden Menschen weltweit haben derzeit keinen Zugang zu einer Müllentsorgung.

  • Weltweit machen Kunststoffe einen Anteil von 85% der Abfälle an Stränden aus.

  • Auswirkungen des Mikroplastiks in Luft, Wasser und Lebensmitteln auf unsere Gesundheit sind bisher unbekannt.

Aus diesen Gründen hat sich die EU jetzt der Abfallvermeidung angenommen: “Wenn wir nicht die Art und Weise ändern, wie wir Kunststoffe herstellen und verwenden, wird 2050 in unseren Ozeanen mehr Plastik schwimmen als Fische.“ (Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans).

Und 2050, das ist gar nicht so weit weg – da heißt es nicht “Nach mir die Plastik-Sintflut”, denn die meisten von uns holt uns noch ein. 

Folgende 7 Punkte hat die Europäische Kommission in einem Legislaturvorschlag formuliert:

  1. Reduktionsziele für Einweg-Lebensmittelbehälter und Getränkebecher, z.B. eine Mindestvorgabe für den Mehrweg-Anteil.

  2. Verbote der folgenden Produkte aus Kunststoff: Wattestäbchen, Einwegbesteck, Einwegteller, Strohhalme, Rührstäbchen und Luftballonhalter. Zur Herstellung sollen alternative, nachhaltige Materialien gefunden werden.

  3. Neue Produktanforderungen werden an Einweg-Kunststoffflaschen gestellt. Z.B. soll sich der Deckel vom Getränkebehälter nicht mehr lösen können.

  4. Kennzeichnung von Feuchttüchern, Hygieneeinlagen, Tampons und Tamponapplikatoren sowie Luftballons. Für diese Produktgruppen sollen Kennzeichnungen eingeführt werden, die auf die negativen Umweltauswirkungen bei unsachgemäßer Entsorgung hinweisen.

  5. Erweiterte Herstellerverantwortung für Lebensmittelbehälter, Frischhaltefolien, Kunststoffflaschen, Getränkebecher, Zigaretten, Filter, Feuchttücher, Luftballons, Fischereigerät und Plastiktüten. Für diese Produktgruppen sollen die Hersteller für die Kosten für Sammlung, Transport, etc. sowie für bewusstseinsbildende Maßnahmen aufkommen. Außerdem sollen die Mitgliedstaaten Fischereigerät, was zu Müll geworden ist, einsammeln.

  6. Getrennte Sammlung für Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff: Bis 2025 sollen die Mitgliedstaaten die erforderlichen Maßnahmen treffen, um 90% der Einweg-Kunststoffflaschen getrennt sammeln zu können.

  7. Bewusstseinsbildende Maßnahmen: Die Mitgliedsstaaten sollen sicherstellen, dass Verbraucher besser informiert sind, z.B. über Mehrwegsysteme und best practice-Beispiele und über die Umweltauswirkugen unsachgemäßer Abfallentsorgung, insbesondere auf die Meeresumwelt.

Mehr zum Thema findest Du hier.

Wir sind sehr gespannt, wie die sieben Punkte umgesetzt werden und wie sich das Thema entwickelt! Deutlich wird auf jeden Fall, dass vor allem zusätzlich Hersteller in die Verantwortung genommen werden.
 

WHAT WE ARE DOING

Kommen wir zum Eingemachten! Denn ja, auch wir lassen unsere Pfandbecher aus Kunststoff fertigen. Und so wurde uns schon mehrmals die Frage gestellt, ob uns die Plastikstrategie der EU einschränkt oder das Pfandsystem behindert.

Wer uns schon länger kennt, hat vielleicht schon unseren früheren REport zum Thema Kunststoff gelesen und warum wir uns für dieses Material entschieden haben. Also ja, die Frage hat uns auch diesmal wieder beschäftigt. Wir reflektieren regelmäßig, ob das Material für ein Pfandsystem noch die nachhaltigste Wahl ist und sind immer wieder mit Anbietern von Biokunststoffen im Austausch. Doch bisher gibt es noch kein Material, das ohne sehr hohem Energieaufwand vollständig biologisch abbaubar oder ähnlich gut recycelbar ist.

Auch die Unterscheidung zwischen Einweg und Mehrweg ist für uns ein wichtiges Kriterium: Denn Polypropylen ist ein Kunststoff, der die hohen Anforderungen an das Material eines Pfandbechers voll erfüllt. In der Herstellung energieeffizienter als die meisten Alternativen ist es langlebig, hygienisch und gut spülbar.  

Wer unseren Blogeintrag “Warum Kunststoff?” von damals noch nicht gelesen hat, hier nochmal die wichtigsten Punkte, warum wir uns für Mehrweg-Kunststoff aussprechen:

  1. Langlebigkeit im Pfandkreislauf: RECUPs können mind. 500 mal wiederverwendet werden. Danach gehen sie zurück zum Hersteller und werden vollständig recycelt.

  2. Umweltbilanz: Herstellungs- und Recyclingbedingungen sind besser als bei Keramik oder Edelstahl; anders als z.B. Bambusbecher enthält der Becher keine Stoffe (wie z.B. Melamin), die sich durch Heißgetränke lösen können.

  3. Praktisch: Der RECUP ist leicht und bruchsicher. Uns ist es wichtig, dass Kaffeegenießer unseren Becher leicht mitnehmen und Kaffeeanbieter diesen einfach anbieten können.

Außerdem zur EU-Verordnung: Klar ist, dass es hier um Einweg-Kunsstoff geht, den es zu vermeiden und einzuschränken gilt. Die EU weist außerdem darauf hin, Mehrwegsysteme zu nutzen, z.B. Pfandflaschen.   

Auch die ehemalige Umweltministerin aus Bayern, Ulrike Scharf, hat es auf den Punkt gebracht: “Mehrweg ist der bessere Weg”. Sie appelliert an Betriebe und Verbraucher, auf Einweg zu verzichten. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ersetzt ein Mehrwegbecher im Durchschnitt bis zu 60 Einwegbecher pro Jahr. Dadurch fällt die Ökobilanz für Mehrwegbecher positiver aus. "Abfall vermeiden beginnt schon mit kleinen Maßnahmen. Dabei kann jeder helfen. Wer einen Mehrwegbecher für den Coffee to go nutzt, leistet bereits einen Beitrag."

 Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Plastik. Hier haben wir uns den Produktionsablauf unserer Becher ganz genau angesehen.

Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Plastik. Hier haben wir uns den Produktionsablauf unserer Becher ganz genau angesehen.

SO ENTSTEHT DER RECUP

Was uns aber am wichtigsten bei dem ganzen Thema Material und Herstellung ist: Wir produzieren unsere RECUPs in Deutschland!

Unser Hersteller Adoma, mit dem wir eng zusammenarbeiten und auch die Becher und Deckel entwickelt haben, sitzt im wunderschönen Allgäu. Das heißt für uns nicht nur, dass wir auch mal schnell vor Ort sein können, sondern auch, dass wir mit einem deutschen, mittelständischen und familiengeführten Unternehmen zusammenarbeiten und viel voneinander lernen können. 

Vor ein paar Wochen waren wir zum ersten Mal mit dem kompletten Team zu Besuch bei unserem Hersteller und haben uns die Produktionshallen angeschaut! Für Flo und Fabi war das natürlich nichts Neues, aber der Rest von uns lief mit großen Augen durch die Hallen und hat zum ersten Mal gesehen, wie ein RECUP geboren wird, wie der Druck funktioniert und was alles dahintersteckt!

Wir möchten noch ein bisschen mehr von unserem Hersteller berichten, denn Adoma produziert Produkte aus Kunststoff und stellte sich dieser Verantwortung von Anfang an. Seit dem Start 1978 produziert Adoma ausschließlich Mehrweg- und nicht Einweg-Becherprogramme, für die mind. 500 Spülgänge garantiert werden. So sind zum Beispiel die 1991 zusammen mit Coca-Cola eingeführten Mehrwegbecher aus glasklarem Material teils immer noch im Einsatz  – das heißt seit sage und schreibe mehr als 20 Jahren!

Aber Adoma übernimmt als Unternehmen noch mehr Verantwortung: 

  • energiesparende Maschinen und LED-Installation

  • Mehrweg-Verpackungen für die Waren

  • Solaranlage für den Eigenverbrauch (direkte Reduktion der bezogenen Strommenge)

  • Wärmerückgewinnung (die Abwärme der Maschinen wird über die Kälteanlage den Gebäuden zugeführt, somit ist auch im Winter keine Zusatzheizung notwendig bzw. keine Verschwendung der Überschusswärme)

  • Recycling

Adoma nimmt u.a. unsere aussortierten RECUPs zurück, bereitet diese wieder auf und stellt daraus neue Produkte her. Damit ist am Beispiel RECUP der Kreislauf geschlossen. Zwar werden aus einem alten RECUP keine neuen hergestellt, da das derzeit aus lebensmittelrechtlichen Gründen nicht erlaubt ist, aber es werden daraus neue Produkte, wie z.B. Blumentöpfe oder ausgewählte technische Teile, hergestellt.

Ja, wir produzieren aus Kunststoff – aber in dem Rahmen tun wir es so verantwortungsvoll, wie wir können:

  1. Mit einem lokalen, verantwortungsbewussten Partner-Unternehmen

  2. Wir nutzen hochwertiges Polypropylen, das vollständig recycelt werden kann

  3. Wir arbeiten nicht mit Einweg-, sondern Mehrwegkunststoff

 

Gemeinsam informieren, dazu lernen und immer Mehr-Wege gehen! Lasst uns gemeinsam vom Plastic Free July erzählen, von dem Plastik in den Meeren, von Möglichkeiten, seinen Müll zu reduzieren. Es ist nicht nur eine Challenge im Juli – auch wir begegnen dem Thema immer wieder im Alltag, lernen dazu und “failen” auch mal. Wichtig ist, dass wir dranbleiben, damit 2050 nicht mehr Plastik als Fische im Meer sind und uns die Plastiksintflut nicht einholt.

 

Hast Du auch Tipps, Ratschläge oder einfach eine Meinung zu dem Thema? Wir freuen uns über Kommentare, Nachrichten oder Deinen Besuch!