ÖKOBILANZ MEHRWEG

reCup_Einweg_vs_Mehrweg

#vollangekommen

“Gerade mal 2 Wochen ist Steffi jetzt bei uns im Team und wir haben es noch nicht mal geschafft ein Foto von ihr auf unsere Website zu laden. Dafür hat sie jetzt schon ihren ersten Transparenz-REport geschrieben und wir finden ihn großartig. Viel Spaß beim Lesen! :-)” Fabian & Florian

einweg, mehrweg, pfand, …
und jetzt?

Ein Grund zur Freude – endlich gibt es eine Ökobilanz zum Thema Mehrweg. Schwarz auf weiß: Mehrwegbecher im Pfandsystem sind ökologisch nachhaltiger als Einwegbecher sofern diese auch öfter genutzt werden. Wir haben nichts anderes erwartet, denn immerhin geht es hierbei um die Grundlage unseres Handelns. Der Grund, warum wir jeden Tag gerne arbeiten und unser Pfandsystem so noch bekannter machen.

In diesem Transparenz-REport möchten wir die ersten Ergebnisse mit Euch teilen, auf die Problematik Einweg vs. Mehrweg eingehen und erklären, warum das Thema von so großer Bedeutung ist. Die Studie wird voraussichtlich Anfang des Jahres 2019 veröffentlicht. Vorab teilen wir mit Euch die ersten Ergebnisse der Studie, die bei der Veröffentlichung bekannt gegeben wurden.

  • MEHR-WEGE STATT EINWEG

  • EINWEG HIN ODER HER - WIR HABEN DOCH GAR KEIN MÜLLPROBLEM?!

  • WEITER GEDACHT?!

Mehr-wege statt Einweg

Das Umweltbundesamt hat erstmalig eine Studie erhoben, die Zahlen/Auswertungen zu Einweg- vs. Mehrwegsystemen aufzeigt. Die Daten wurden im Jahr 2016 erhoben und im November 2018 im Umweltbundesamtes in Berlin vorgestellt.

Insgesamt verbrauchen wir Deutsche demnach insgesamt ca. 2,8 Mrd. Becher pro Jahr. Das ist 34x so viel, wie die Bevölkerung Deutschlands! Die Zahlen entsprechen auch dem Ergebnis der bereits 2015 veröffentlichten Zahlen durch die Deutsche Umwelthilfe (e.V.).
Resultat: Ein Übermaß an Einwegbechern, die die Umwelt belasten, Ressourcen verschwenden und eigentlich völlig unnötig sind – zumindest aus unserer Sicht. :)

Die Studie bringt zudem hervor, dass ein Mehrwegbecher (wie auch wir ihn nutzen – aus Polypropylen) ökologisch gesehen besser als der Einwegbecher ist, sobald dieser ca. 20-30 Mal wiederverwendet wird. Somit hängt der ökologische Erfolg des Mehrwegbechers davon ab, wie oft dieser verwendet wird.

Quintessenz: Wenn RECUPs so oft genutzt werden wie möglich, können wir wirklich viel bewirken. Mind. 500 Spülgänge ist die Garantie unseres Herstellers und erst vor kurzem haben unsere RECUPs ohne Probleme 1.000 Spülgänge mitgemacht. Wichtig - bringt Eure Becher auch zurück!

Natürlich ruhen wir uns nicht auf diesen Ergebnissen aus und wollen Euch unsere Gedanken zu Einweg vs. Mehrweg in diesem REport aufzeigen.

Einweg hin oder her - Wir haben doch gar kein Müllproblem?!

Unser Plastikkonsum steigt. Der Online-Handel und auch unsere to-go-Mentalität forcieren dies immens und so ist Deutschland Vorreiter, was Verpackungsmüll angeht. Im Jahr 2016 haben wir 74% mehr Kunststoffverpackungen verwendet als noch zum Jahrtausendwechsel (Quelle). Nimmt man als Beispiel Salat-to-go: Hier steckt nicht nur der Salat in einer Verpackung, sondern auch das Dressing, Croutons etc. - solche Dinge summieren sich.
Jeder Deutsche produziert so jährlich ungefähr 220kg Plastik-Einweg-Müll. (Beinahe ⅓ mehr als das restliche Europa) (Quelle).

Bei uns in Deutschland ist auf den ersten Blick kaum ein Müllproblem zu erkennen. Doch! Seht mal genauer hin:

Der Müll sammelt sich in stehenden und fließenden Gewässern. Die fließenden Gewässer agieren zudem als Transportweg und leiten das Plastik in die Weltmeere. Im Rhein, beispielsweise, treiben etwa 192 Millionen Mikroplastik-Partikel – 10 Tonnen Mikroplastik – welche in die Nordsee fließen. Auch im Bodensee wurden Plastikpartikel entdeckt – besonders besorgniserregend, da dieses Gewässer als Trinkwasserquelle für Millionen von Menschen dient. Dies hat nicht nur weitreichende Folgen für Flora und Fauna, sondern auch für uns Menschen (Quelle).

Die Studienergebnisse des Bundesumweltamts zu Ein- bzw. Mehrweg ergeben zudem, dass besonders häufig laminiertes Papier, wozu auch Coffee-to-go Einwegbecher gehören, in der Umwelt landet. Müll, der weder recycelt noch verwertet werden kann und unsere Umwelt stark belastet. Der Coffee-to-go Einwegbecher gehört zu den TOP 10 Littering-Items – erschreckend!

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Plastikentsorgung - funktioniert doch super in Deutschland

Bei uns wird Plastik doch recycelt?

Geht es nach einem Bericht des Rats für nachhaltige Entwicklung, liegt der Anteil der „stofflichen Verwertung von Plastikabfällen“  bei nur 12%. Der restliche Plastikabfall wird nach China exportiert oder verbrannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Dein Plastikmüll zur Verschmutzung der Meere beiträgt, ist somit sehr hoch. Wir alle tragen eine große Verantwortung dafür, wie unsere Weltmeere aussehen (Quelle).

Weiter gedacht?!

In unserer heutigen Zeit führt die Schnelllebigkeit zu einem gesellschaftlichen Wandel und verändert unser Konsumverhalten immer stärker. Statt Kaffee aus der Porzellantasse gibt es heute immer häufiger Coffee-to-go im Einwegbecher. Mittlerweile ist es nicht mehr wegzudenken, das Getränk “mit dabei zu haben”. Klar ist aber natürlich: Gäbe es keine Einwegbecher, die unsere Umwelt belasten, bräuchten wir auch kein Pfandsystem für Kaffeebecher. Wir bei RECUP wären dann zwar arbeitslos, hätten aus ökologischer Sicht aber genau das erreicht was wir wollen – ein Problem aus der Welt geschafft!

Wir sehen unser Pfandsystem als Lösungsansatz für ein akutes Problem: Es reduziert die Anzahl der benötigten Einwegbecher in Deutschland, reduziert die Abfallmengen und schont wertvolle Ressourcen. Noch schöner wäre es, wenn wir gar kein Problem bekämpfen müssten.

Zudem sehen wir es als unsere Aufgabe Aufklärungsarbeit zu leisten und auf einem konstruktiven Weg zur Veränderung des Konsumverhaltens beizutragen. Mit unserer nachhaltigen Alternative zum Einwegbecher, wollen wir einen Denkanstoß geben und jeden dazu bewegen sich auch selbst öfter mal zu hinterfragen.

Und hier kommst Du ins Spiel

Du findest gut, was wir machen, wie wir es machen und willst uns dabei helfen? Dann sprich über uns, frag Dein Lieblingscafé, ob es mitmachen möchte und teile die Momente Deiner #coffeetogorevolution auf Social Media! Wir freuen uns wirklich über jedes neue Partner-Café, jedes Feedback und jeden neuen RECUP-User – denn das ist es, was uns voran und unserem Traum ein bisschen näher bringt: PFAND. STATT. MÜLL.

Eure Steffi

Startup insights: Finanzierung

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LET'S TALK MONEY!

Business Angels, Finanzierungsrunden – und wir mittendrin im "Klischee Startup: Arm und Sexy". Und so hören wir immer wieder die Frage, wie wir es schaffen, durch ganz Deutschland zu reisen, mit RECUP eine Stadt nach der anderen zu erobern und dabei noch die ganzen motivierten Menschen in unserem Team zu bezahlen. Mitfahrgelegenheit & Couchsurfing?

Gute Fragen! In diesem Transparenz-REport möchten wir deshalb die Frage beantworten, woher unser Geld eigentlich kommt und wie wir wirtschaftlich aufgestellt sind.

 

"Wozu ist Geld gut, wenn nicht, um die Welt zu verbessern?" Elisabeth Taylor

WOVON WIR LEBEN


Immer noch wird uns die Frage gestellt: "Und was machst Du hauptberuflich?", "Kannst Du jetzt schon davon leben?" oder "Macht ihr das alle ehrenamtlich?"

Als Social Business ist uns wichtig, dass alle Menschen, die für RECUP arbeiten, für ihre Zeit auch fair entlohnt werden. Denn Herzblut ist zwar der Hauptbestandteil für unser Tun und Handeln, aber damit alleine können wir die #coffeetogorevolution nicht vorantreiben. Vor allem nicht in der Stadt mit den teuersten Mieten Deutschlands. Und auch wenn es sich manchmal so anfühlt: Wir haben (noch) keine BahnCard 100 und leben aktuell auch nur zeitweise im Zug.

Also: Ja, wir können davon leben und wollen das auch. Momentan allerdings nur, weil wir Investoren (sog. Business Angels) an Board geholt haben. Sie geben uns nicht nur Geld dafür, dass wir daraus mehr machen, sondern vor allem, um ein motiviertes Team zu beschäftigen und gemeinsam den gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.

 

BUSINESS ANGELS - Engel Oder Teufel?


Der Begriff des Business Angels leitet sich ursprünglich aus der Funktion des "Engels" für das Startup ab: Ein guter Business Angel soll nicht nur Geld, sondern im Idealfall auch relevantes KnowHow, Netzwerk und Erfahrung zur Verfügung stellen. Machmal hört man allerdings auch, dass sich untern den Flügeln kleine Teufel verstecken. Für unsere Engel trifft das definitiv nicht zu: Wir können mit sehr gutem Gewissen sagen, dass wir absolut zufrieden und dankbar sind. Dankbar dafür, ab und zu auch mal von der Klippe gestoßen zu werden, um zu lernen, wie wir selbst fliegen. Aber niemals mit dem Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Entscheidend ist die richtige Mischung aus Herausforderung und Sicherheit - wie immer im Leben halt.

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Und was bekommt so ein Investor dafür?

Firmenanteile, Zinsen, etc... eben genau das, was man miteinander vereinbart hat. Wir haben uns bewusst für die Ausgabe von Anteilen entschieden. Je nachdem, wie viel Geld benötigt und wie hoch der Wert des Unternehmens eingeschätzt wird, werden die Investoren am Unternehmen, und damit z.B. auch an Gewinnen, beteiligt.

Der Vorteil liegt für uns klar auf der Hand: Sie hängen ab dem Moment der Unterschrift mittendrin. Wenn wir uns von Erfolgsgipfel zu Erfolgsgipfel schwingen, schwingen sie mit. Wenn wir bis zu den Haarspitzen in der S****** stehen, guckt vom Investor nur noch der Kopf raus.

Der Nachteil: Da das Unternehmen nicht mehr nur uns Gründern gehört, müssen wir alle Investoren mitreden lassen. Das heißt nicht, dass wir als geschäftsführende Gesellschafter keine Entscheidungen mehr treffen können, wichtige Themen müssen aber im größeren Kreis diskutiert werden, was manchmal zeitaufwändig ist.

"Wie sieht das mit den Investoren bei RECUP genau aus?"

Wichtigste Erkenntnis (zum Glück, bevor wir die erste Finanzierungsrunde abgeschlossen hatten): Investoren sind nicht unsere Chefs! Augenhöhe, Transparenz und Akzeptanz sind für den gemeinsamen Erfolg unabdingbar.

Wir hatten mit unseren Investoren nicht nur viel Glück, sondern konnten unser Team um wichtige Kompetenzen erweitern. Mit Kontakten in die Kaffeeszene, Coachings, IT-Unterstützung, aber auch rechtlicher Beratung, stehen uns alle zur Seite und helfen uns mit ihrer Erfahrung. Und das nicht erst, wenn wir mal nicht weiterwissen, sondern auch proaktiv. Alle haben eins mit uns gemeinsam: Sie brennen für die Sache und feiern Erfolge mit uns genauso, wie sie Probleme konstruktiv und ohne unnötigen Druck gemeinsam mit uns lösen.

"Aber Investoren wollen doch ihr Geld auch wieder zurück? Spürt ihr Druck, möglichst schnell Gewinn zu machen? Hindert Euch das gar daran, nachhaltig zu handeln?"

Den Druck, schnell Gewinn zu machen, spüren wir selbst - dafür brauchen wir keine Investoren. Wenn man von zuhause auszieht, möchte man ja auch nicht für immer vom Geld der Eltern leben, oder? Wie unglaublich schön ist der Moment, indem man auch die Eltern mal auf eine Pizza einladen kann - auch wenn es nur eine kleine ist ;-). Ähnlich verhält es sich mit unseren Investoren. Sie sehen ihre Aufgabe darin, dem Potential der Idee die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Unsere Investoren zeichnet dabei vor allem eine Komponente aus: Sie alle haben in RECUP investiert, weil sie an die Idee und an uns glauben. Sie glauben, wie wir, dass wir mit RECUP Menschen zum Umdenken bewegen und den gesellschaftlichen Wandel zu einer verantwortungsvolleren, bewussteren Konsumgesellschaft aktiv vorantreiben können. Fairer Einkauf, faire Gehälter und alles was sonst zu einem nachhaltigen Unternehmensaufbau dazu gehört sind demnach eine Selbstverständlichkeit und keine unnötigen Ausgaben. Da muss man für die Flyer aus der Umweltdruckerei eben auch mal den zehnfachen Preis bezahlen - that's the deal!

 

NACHHALTIGKEIT AUF PUMP - ist das nachhaltig?

“Damit bedient ihr Euch ja der gleichen Mittel, wie alle kapitalistischen Unternehmen…?”

Eine durchaus berechtigte Frage. Eine, die auch eng mit der Frage “Müssen wir immer weiter wachsen?” zusammenhängt.
Am liebsten wäre es uns, wir würden mit eigenen Mitteln nach und nach, also organisch, wachsen. Klassisch nach dem Prinzip: Du fertigst ein Produkt. Verkaufst es. Du fertigst davon 2 Produkte. Verkaufst 2 Produkte…

Warum wir das nicht machen?

  • Speed matters

Der Mehrwegpfandsystem-Markt ist weltweit unbesetzt und wird umso attraktiver für neue Markbegleiter, je mehr wir zeigen, dass unser Konzept aufgeht. Unsere Marke haben wir selbstverständlich eingetragen und geschützt, ein Patent auf eine Geschäftsidee ist in Deutschland hingegen nicht anmeldbar. Daher bleibt nur eine Möglichkeit, sich vor Nachahmern zu schützen: Schnell bekannt werden und somit das "Tempo"-Taschentuch unter den Pfandbechern zu werden ;-). Dafür benötigen wir drei Dinge: Erfahrung, Geld und natürlich Eure Unterstützung.

  • Coffee-to-go-Müll ist ein riesiges, politisches Thema

Seit wir mit RECUP gestartet sind, wird das Thema “Einwegbecher als Sinnbild für unsere Wegwerfgesellschaft” omnipräsent in den Medien heiß diskutiert. Als kleines Projekt würden wir viel weniger wahrgenommen werden und hätten auch nicht die Chance, unsere Erfahrungen bei runden Tischen, wie dem des Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz, der Fachtagung für kommunale Abfallvermeidung, etc. zu teilen. Wir wollen ehrlichen und transparenten Impact erzeugen.

  • Apropos Impact: Wollen wir hunderte Insellösungen in Deutschland?

Schon im ersten Jahr haben wir gezeigt, dass wir es ernst meinen und sind über Deutschland verteilt in München, Berlin, Oldenburg und Köln gestartet. Mit der Vision, ein deutschlandweites Pfandsystem zu etablieren, wollten wir von Anfang an verhindern, dass sich in jeder Stadt einzelne Insellösungen etablieren. Regionale Lösungen können  zwar funktionieren, sind meistens jedoch nicht ökonomisch nachhaltig aufgebaut und können das Problem somit nicht dauerhaft lösen. Hinzukommt, dass wir mit Insellösungen niemals die Berufspendler erreichen, die ihren Kaffee in der einen Stadt mitnehmen und den Becher in der nächsten wieder abgeben möchten.

Fazit: Ja, auf Pump - und unserer Überzeugung nach trotzdem oder vor allem deshalb auch nachhaltig. Damit wir möglichst schnell möglichst viel bewegen und ein nachhaltiges System aufbauen können. Wir tauschen Geld gegen Anteile und ermöglichen unseren Investoren somit ihr Geld sinnvoll zu investieren und ggf. auch einen Return on Investment zu bekommen.

 

WIE GEHT`S WEITER? WO STEHT IHR GERADE?

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Aktuell stehen wir direkt vor der zweiten Finanzierungsrunde und erhalten von unseren bisherigen Investoren weiteres Geld.

Unser großes Ziel damit: Break Even. Der magische Punkt, an dem das ganze Geld, das wir ausgeben, von uns selbst verdient wurde. Für uns bedeutet das Unabhängigkeit. Wir können die Mehrheit des Unternehmens behalten und somit langfristige strategische Entscheidungen aktiv mitgestalten.
Bis wir an diesem Punkt angekommen sind, ist aber noch ein ordentliches Stück Arbeit zu tun: Nach der aktuellen Kostenstruktur müssen wir uns von der Partnerzahl noch einmal verdoppeln.

Und hier kommst Du ins Spiel

Du findest gut, was wir machen und wie wir es machen und willst uns dabei helfen? Dann sprich über uns, frag Dein Lieblingscafé, ob es mitmachen möchte und teile die Momente Deiner #coffeetogorevolution auf Social Media! Wir freuen uns wirklich über jedes neue Partner-Café, jedes Feedback und jeden neuen RECUP-user – denn das ist es, was uns voran und unserem Traum ein bisschen näher bringt: PFAND. STATT. MÜLL.

Euer Flo & Fabi

 

 

Da ist der Deckel!

 
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Oh mein recup, der deckel ist da!

Die schlaflosen Nächte, in denen uns die ewige Frage “Wann kommt eigentlich der Mehrwegdeckel?!” verfolgt hat, sind vorbei: ER IST DA! Und damit wird ab jetzt nicht nur besser, sondern sogar mit Mehrwegdeckel gebechert.

Schon Omi wusste: Gut Ding will Weile haben

Bereits im letzten Deckel-REport haben wir Euch einiges über die Hintergründe der Deckelentwicklung erzählt und aufgezeigt, wo die Deckelherausforderungen lagen. Wir sind stolz und super happy, dass Ihr Euch Eure daily dosis Muntermacher ab jetzt von Kopf bis Fuß bzw. Becher bis Deckel in RECUP-Manier holen könnt.

Damit der erste Schluck aus Eurem neuen Mehrwegdeckel noch besser schmeckt, fasst dieser Report nochmal die wichtigsten, bisher noch offenen Punkte zusammen:

  • So sieht der Deckel aus (wunderschön, natürlich!)

  • Kaufdeckel statt Pfanddeckel? Gute Gründe dafür

  • Deckel Hardfacts: Funktion, Design und Material

  • Deckel Softfacts und Insights zur Deckelentwicklung

  • RECUP in der Justizvollzugsanstalt München

 
"Karma Kaffee" Cappuccino

"Karma Kaffee" Cappuccino

"In caffeine we trust" Zartbitter

"In caffeine we trust" Zartbitter

"In caffeine we trust" Beere

"In caffeine we trust" Beere

"Karma Kaffee" Mint

"Karma Kaffee" Mint

So sieht der Deckel aus (wunderschön, natürlich!)

In colours we trust! Jetzt wirds bunt, denn unsere Deckel bringen ordentlich Farbe in den Kaffeealltag. Schwarz und weiß mussten weichen, da sie zu sehr nach Einwegdeckel aussehen. Neben unseren üblichen Verdächtigen Mint und Cappuccino haben wir uns zusätzlich für ein super schickes Beere und ein edles Zartbitter entschieden. Der Frühling kann kommen!
Die Lieblingskombi von unserer Designerin Johanna ist
freches Mint mit einem schicken Zartbitter-Topping ;) - wir sind gespannt, wie Ihr die Farben mixt und matcht! Deshalb: "Her mit den Fotos, bittedanke!" --> #ichbindabei

We love coffee quotes! Für die Einführung haben wir noch ein besonderes Schmankerl für Euch: Eine limitierte Edition mit Sprüchen, die sich unser Team ausgesucht hat. Und da wir auf der einen Seite alle ziemliche Koffeinjunkies sind (Berufsrisiko, sorry Mama!) und natürlich auf gutes Karma stehen, haben wir uns ziemlich schnell und sehr demokratisch für die coffee quotes IN CAFFEINE WE TRUST und KARMA KAFFEE entschieden. Die Sprüche-Deckel findet Ihr zum Start beim Kaffeeanbieter Eures Vertrauens, sofern sie dieser schon bestellt hat. Wir sind gespannt, ob und welche Euch davon über den Weg laufen und hoffen, Ihr liebt sie genauso, wie wir.

Mix and Match! Unsere Deckel in den Farben Cappuccino, Beere, Mint und Zartbitter.

Mix and Match! Unsere Deckel in den Farben Cappuccino, Beere, Mint und Zartbitter.

 

Kaufdeckel statt Pfanddeckel? Gute Gründe dafür

Ein Kaufdeckel für einen Pfandbecher? Weil das auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz schlüssig scheint, möchten wir Euch erklären, wie es zu dieser Entscheidung kam und warum wir fest davon überzeugt sind, dass das die beste Lösung für alle Beteiligten ist.

"Teamwork makes the Dream work!" In der Testphase mit unseren Partner-Cafés haben wir herausgefunden, dass sich ein Viertel der Testpartner den Deckel absolut nicht im Pfandsystem vorstellen kann. Das hat verschiedenste Gründe, die vom generellen Aufwand bis zum Spülaufwand und Handling reichen. Da wir viel Wert darauf legen, das richtige Handling unseres Systems in Abstimmung mit unseren Partnern zu erarbeiten, war das der ausschlaggebende Grund gegen eine Pfandlösung. Unsere Partner sind Experten in der Gastronomie und wir vertrauen auf ihre Einschätzung.

Jeder darf, niemand muss! Gleichzeitig können und wollen wir natürlich niemanden dazu verpflichten, neben den Bechern auch die Deckel anzubieten. Das wäre nämlich ein wirklich fieser Lock-in, indem wir die Kunden durch die Becher an die Deckel binden. Und das will RECUP natürlich nicht sein.

Stichwort Ecken und Kanten: Zusätzlich hat der Kauf des Deckels auch für den Kaffeetrinker Vorteile: So kann jede/r das tägliche Ritual des Morgen-, Mittags- und Pausenkaffees mit einem EIGENEN Deckel beschreiten! Je nach Gastro-Spülmaschine können nämlich nicht alle Partner garantieren, die vielen Ecken und Kanten der Deckel wirklich immer zu 100% blitzeblank reinigen zu können. Da ist es doch viel angenehmer, einen eigenen und somit hygienisch absolut immer einwandfreien Deckel zu haben!

P.S.: Manches erledigt sich von selbst: Den Antrag auf ein allgemeines Lippenstift-Verbot im Umkreis von 5 Metern um jeden Mehrwegdeckel konnten wir so auch fallen lassen.

 

 
Die schlechte Nachricht: Der Deckel ist nicht Teil des Pfandsystems.

Die gute Nachricht: DAS IST KEINE SCHLECHTE NACHRICHT!”
— Fabi, nach dem Deckel Strategiemeeting

Deckel Hardfacts: Funktion, Design und Material

Das kann der Deckel: Aus unseren Deckeln kann man trinken - und laut unseren Testpartnern sogar richtig gut! Wie wir Euch schon im letzten Transparenz-REport erzählt haben, handelt es sich bei dem Deckel um einen SIP - also um die optimale Schutzvorrichtung vor Kaffeeverschütten durch Autogebremse oder Ubahn-Gerempel. Kein seitliches Auslaufen, kein Ausschwappen, er sitzt gut – was will man mehr? Wie der altbekannte Coffee-to-go-Deckel eben, nur als Mehrwegversion und somit ohne Einwegmüll.
Ein verschließbares Mundstück hat der Deckel 1.0 aber keines. Damit nach dem Kaffeegenuss trotzdem nichts in die Tasche geht, haben wir uns natürlich Gedanken gemacht. Unser Favorit: Beim Zurückgeben des Pfandbechers den Deckel im Café einfach kurz ausschwenken lassen. Aber auch die gute alte ausgediente Zahnspangendose, Muttis Tupper, die Headphone-Verpackung oder ein Zippbeutel erfreuen sich großer Beliebtheit im RECUP-Team. Wir freuen uns auf Fotos Eurer kreativen Lösungen und sagen dazu #upcycling #reuserecycle! Den besten Vorschlag setzen wir gegen eine Belohnung gerne um!

Aus welchem Material sind die Deckel? Never change a winning team! Wie auch unsere RECUPs, sind die Deckel daher aus dem Kunststoff Polypropylen (PP). Hierfür sprechen die gleichen Gründe, die schon für die RECUPs gelten: Geschmacksneutral, lebensmittelecht und ohne Schadstoffe, vollständig recyclebar, spülmaschinenfest, bruchsicher und somit langlebig. Durch das festere Material des Kunststoffes kann es sein, dass der Deckel beim "Draufdeckeln" anfangs etwas klemmt. Das legt sich aber mit der Zeit. Unser Tipp im Fall der Fälle: RECUP auf der Theke abstellen und Deckel mit beiden Händen und viel Liebe auf den Becher drücken. Klack!

Das Ende der Deckeltage: Sollte der Deckel einmal das Zeitliche segnen, bitten wir Euch, ihn entsprechend zu entsorgen. Als reiner Kunststoffdeckel kann er einwandfrei recycelt werden - einfach ab in den gelben Sack damit! Noch besser: Gebt ihn bei Eurem Café ab: Der Besitzer kann alte Deckel zusammen mit alten Bechern an uns für ein direktes Recycling zurücksenden.

 
Top Team: RECUP-Becher und RECUP-Deckel

Top Team: RECUP-Becher und RECUP-Deckel

Deckel-Softfacts und Insights zur Deckelentwicklung

Konsequent nachhaltig, transparent und sozial: Wie treue RECUP-Fans wissen, versuchen wir in allen Bereichen unseres Unternehmens möglichst nachhaltig, transparent und sozial zu agieren und zu kommunizieren. Deswegen war es uns auch beim Deckel wichtig, hier möglichst offen mit Euch zu sprechen und auch unangenehme Aspekte mit Partnern und Kaffeetrinkern zu diskutieren. Was Materialien und Produktion angeht, gehen wir gerne noch einen Schritt weiter und suchen konsequent nach Partnern, mit denen wir diese Werte auch in unsere Produkte, unsere Kommunikation und unsere Medien einbinden können. Den Deckelaufsteller für die Theken unserer Partnern haben wir deshalb gemeinsam mit der Schreinerei der JVA (Justizvollzugsanstalt München) entwickelt. Wir finden die Arbeit wirklich super unterstützenswert und sind von dem Ergebnis begeistert!

Unsere Deckel werden mit einem praktischen Aufsteller aus der Schreinerei der JVA München präsentiert.

Unsere Deckel werden mit einem praktischen Aufsteller aus der Schreinerei der JVA München präsentiert.

 

Gemeinsam entwickeln und dazulernen! Als Startup lernen wir ständig dazu und arbeiten gerne nach der Methode “probieren geht über studieren”. Umso hilfreicher ist es, dass wir bei solchen Mammutprojekten, wie dem Deckelthema immer wieder auf das Erfahrungsreichtum unserer Partner, Produzenten und allen anderen Beteiligten zurückgreifen können. (An dieser Stelle also auch wieder ein großes, fettes DANKE!)
Wir sehen RECUP als ein Gemeinschaftsprojekt, das nur funktioniert, wenn die verschiedenen involvierten Akteure alle von der Sache überzeugt sind. Deswegen bringt es nichts, wenn wir uns in unserem Kämmerchen einsperren, etwas aushecken und das Produkt dann einfach auf den Markt werfen. Deshalb sind wir zu überzeugten Testphasen-Tätern geworden.

Wie immer gilt also: Solltet Ihr Tipps, Ratschläge oder einfach eine Meinung zu den neuen Mehrwegdeckeln haben oder einfach nur mal quatschen wollen – wir freuen uns über Eure Nachrichten oder Euren Besuch!

Euer RECUP-Team

"Wann kommt der Deckel!?"

 
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JEDER TOPF BRAUCHT SEINEN DECKEL...

… und auch unsere RECUPs brauchen einen.

“Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, einen Mehrwegdeckel anzubieten?”
“Mehrwegbecher und EINWEG-Deckel - das passt doch nicht?! Euer Konzept ist nicht rund.”
“Ihr habt innerhalb von 4 Monaten gegründet und ein Pilotprojekt gemacht - warum schafft ihr es nicht, einen Mehrwegdeckel zu machen?”

In den vergangenen 8 Monaten haben wir unzählige Male die Frage von Euch erhalten, ob wir denn schonmal darüber nachgedacht hätten, einen Mehrwegdeckel anzubieten.
Die Antwort ist ziemlich simpel: Nein.

Wieso sollten wir uns denn jemals Gedanken über einen MehrwegDECKEL gemacht haben, wo wir doch ein Pfandsystem für MehrwegBECHER anbieten? Den Zusammenhang haben wir nie wirklich verstanden.

Aber jetzt Spaß beiseite.

Natürlich haben wir uns nach dem Aufwachen, unter der Dusche, im Büro, beim Sport, zusammen mit Freunden, etc… tausendmal selbst die Frage gestellt, wie wir die Herausforderung eines Deckels im RECUP-System lösen können. In der Regel sind wir schnell, probieren Dinge einfach aus und lassen es auch mal darauf ankommen zu scheitern. Aber selbst bis dahin haben wir es noch nicht geschafft: Der Mehrwegdeckel im Pfandsystem ist unserer Meinung nach eine der komplexesten Herausforderungen, denen wir uns seit der Gründung von RECUP stellen mussten. 

Aber natürlich wollen wir ihn – und zwar unbedingt. Denn auch uns ist klar, dass ein nachhaltiges Pfandsystem erst dann eine richtig runde Sache ist, wenn auch der Deckel sitzt. Deshalb möchten wir Euch in diesem REport auf eine Reise durch die Deckelentwicklung mitnehmen.

Jetzt, wo wir wissen, wie der neue Becher aussieht, könnten wir noch schnell einen guten Deckel machen oder!?”
— Flo, als er noch jung und unerfahren war
 

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojekts in Rosenheim Ende 2016 sind wir direkt in die Entwicklung unserer neuen RECUPs eingestiegen. Und schon damals war der Deckel ein Thema: Denn eines von ca. 148.713 Details, die man bei der Entwicklung eines Bechers berücksichtigen muss, ist Frage des Durchmessers am oberen Rand. Dabei hatten wir diese zwei Gedanken:

  1. Ein Einwegdeckel sollte perfekt sitzen, sodass man den Kaffee nicht beim ersten Ansetzen auf dem Schoß hat. Es gibt 3 handelsübliche Größen - unsere Becher sollten untereinander einheitlich und mit einer Größe kompatibel sein.

  2. “Was hältst du von so ner Art Mehrwegdeckel, Fabian?” - “Klar, warum nicht”. Unser Hersteller hatte bereits seit längerem einen innovativen, verschließbaren Mehrwegdeckel in Entwicklung. Um das Rad nicht neu zu erfinden, dachten wir uns, dass es gut wäre, wenn unser Becher auch dazu passt.

Auch wichtig, wenn man über die Themen Becheröffnung und Deckelgröße nachdenkt:
Ist die Öffnung zu groß, besteht akute Gefahr den Becher zu weit anzuheben und mit dem gesamten Kopf darin zu verschwinden. Ist die Öffnung zu klein, blockiert schon eine unauffällige Nase den Kaffeegenuss.
Latte Art bzw. Barista Kunst, auch Milchschaumgemälde genannt, sollten gut zur Geltung kommen und die Becheröffnung daher eine baristafreundliche Größe haben.

Diese Punkte und der schöne Zufall, dass unser Hersteller bereits seit längerem einen innovativen, verschließbaren Mehrwegdeckel in Entwicklung hatte, waren die Grundlage für die Entwicklung unserer RECUPs. Und der Deckel somit von Anfang an in unseren Köpfen mit dabei.

Erster Workshop zum Mehrwegdeckel

Erster Workshop zum Mehrwegdeckel

 

DAS SOLL DER DECKEL KÖNNEN

Wir haben RECUP-Nutzer, unser Team und unsere Partner befragt, was der Deckel alles können sollte. Es kam eine beachtliche Liste an Anforderungen zusammen. An manchen haben wir fieberhaft gearbeitet, bei anderen sind wir aber auch völlig machtlos.

AUSLAUFSICHER

Immer angeführt wurde die Liste von dem Wunsch nach einem dichten/ auslaufsicheren/ fest verschließbaren Deckel. Denn so kennt man es vom Einwegbecher. (Und bei immerhin 50% der Einwegbecher funktioniert das auch tatsächlich.)

Die Passgenauigkeit eines Mehrwegdeckels hat es allerdings durch das stabilere Material wirklich in sich. Es geht nicht um bekannte Maßeinheiten wie z.B. Meter, Zentimeter oder Millimeter. Auf einmal bewegen wir uns bei Anpassungen im Mikrometer-Bereich. Selbst die Wahl der Farbe des Deckels und die daraus resultierende veränderte Materialbeschaffenheit kann zu Abweichungen führen, die den Kaffee direkt aus dem Becher auf den neuen Hugo Boss Anzug befördern.

“Einfach einen Verschluss zum klicken/drehen/stecken, dann is' er dicht.”

Bei solchen Verschlüssen handelt es sich meistens um sog. Mehrkomponentenprodukte. Unterschiedlich feste Materialien werden gemischt, damit durch drücken/klicken/schrauben der wichtige Bereich abgedichtet werden kann. (Wie z.B. der Dichtungsring beim Wasserrohr, nur eben anders).
Der Nachteil: Diese Produkte sind extrem aufwändig und teuer in der Herstellung und haben meistens nur eine geringe Lebensdauer. Auch die Reinigung ist durch die unterschiedlichen Komponenten schwieriger.

MATERIALBESCHAFFENHEIT

1. vielfach wiederverwendbar – wiederverwertbares Material

Die Wahl des Materials fiel uns nicht besonder schwer, da wir uns hier bereits gut auskannten. PP (Polypropylen) ist auch hier unsere Wahl.

3. einfach spülbar und gut zu trocknen

Klingt irgendwie einfach, ist es aber nicht. Deckel sind in der Regel so leicht, dass sie in Industriespülmaschinen - dank des hohen Spüldrucks - eine Art Disco-Pogo veranstalten. Von einer ordentlichen Reinigung kann man dann leider nicht sprechen. Auch haben Deckel viele Ecken und Kanten und sind somit schwierig zu trocknen.

4. geschmacksneutral

Durch unsere Becher vielfach getestet spricht Polypropylen für sich.

5. made in Germany

Yes - wir können auch hier wieder mit dem Hersteller arbeiten, der unsere Becher produziert.

6. selbstdesinfizierend

Hätten wir diesen Wunsch gelöst, würden wir uns vermutlich nicht mehr nur auf Becher und Deckel konzentrieren.

7. Lippenstift-Resistent

Eine richtige Herausforderung für uns und das Material. Der Antrag auf die Durchsetzung eines allgemeines Lippenstift-Verbots im Umkreis von 5 Metern um jeden Mehrwegdeckel ist in Arbeit.

Gerade für Euch in der Testphase: Der erste RECUP-Mehrwegdeckel

Gerade für Euch in der Testphase: Der erste RECUP-Mehrwegdeckel

 

 

Wie lief die Entwicklung ab, warum hat sie so lange gedauert und wo stehen wir heute?

Von Januar bis Juli feilten wir an einem dicht verschließbaren Mehrwegdeckel, wieder und wieder und wieder und wieder... Und trotz unzähliger Anpassungen ist es uns bis heute nicht gelungen die Konstruktion des 100% dichten Deckels abzuschließen. Auch beim Deckel arbeiten wir sehr nahe und gut mit unserem Hersteller zusammen, trotzdem mussten wir lernen dass man ab und an auch Geduld haben muss. Da sich die Nachfragen nach einem Deckel aber immer weiter häuften, haben wir einen ganz logischen Entschluss gefasst:

"Wenn uns schon EINE Entwicklung so viel abverlangt, dann lasst uns parallel dazu eine ZWEITE starten: Den einfachen Mehrwegdeckel oder auch SIP."

 

Zur Erklärung:

DIP – der auslaufsichere, dichte Mehrwegdeckel
Während und nach dem Kaffeegenuss soll der Becher in der Tasche verwahrt werden können, ohne auszulaufen. Im Stehen, im Liegen – im Zweifelsfall auch kopfüber. Deshalb haben wir an einem Kippverschluss für die Trinköffnung gearbeitet.

SIP – der simple Mehrwegdeckel
Während des Kaffeegenusses schützt der Deckel vor dem Verschütten, z.B. durch eine Vollbremsung im Auto oder einen Stoß durch gedrängte Menschen in der Ubahn. Wie jeder Coffee-to-go-Deckel, schließt er an den Rändern dicht ab, die Trinköffnung ist aber nicht verschließbar.

Und siehe da: Ende Dezember war es soweit und der erste SIP erreichte unser Büro. Und er sitzt wie angegossen! Jetzt nur nicht zu viel Euphorie im Team aufkommen lassen, denn nun standen wir vor der Herausforderung, wie wir den Deckel im System sinnvoll anbieten können. Wir haben uns entschieden den SIP erstmal durch eine ordentliche Testphase von 6 Wochen zu jagen.

Seit gut 2 Wochen ist der Deckel nun bei ca. 30 Partnern im Test, um die folgenden Fragen zu klären:

  • Wie kommt der Deckel bei unseren Partnern und deren Kaffeekunden an?
  • Funktioniert die Reinigung?

  • Soll der Deckel teil des Pfandsystems sein oder nur zum Verkauf stehen? Was ist die beste Lösung für Kaffeeanbieter und -kunden?

  • Wie ist das Feedback der Nutzer dazu?

  • etc.

In der aktuellen Testphase prüfen wir den Deckel auf Herz und Nieren

In der aktuellen Testphase prüfen wir den Deckel auf Herz und Nieren

 

 

STATUS QUO und AUSBLICK

Ja, wir haben wirklich schon mal darüber nachgedacht, einen Mehrwegdeckel anzubieten. Wäre es einfach, hätten wir ihn schon.

Komplexe Entwicklungen sind kosten- und zeitintensiv (vor allem wenn man es richtig gut machen will): Um die zehn Personen arbeiten seit einem Jahr zusammen am Projekt "dichter Mehrwegdeckel".

Einer von zwei geplanten Mehrwegdeckeln ist nun fertig und befindet sich in einer Testphase, die Ende Februar endet. Wir werden die Ergebnisse sammeln und auswerten und Euch weiter auf dem Laufenden halten. Am zweiten Deckel bleiben wir natürlich dran und versuchen weiter das (bisher) Unmögliche möglich zu machen.

Da wir wissen, wie sehr viele von Euch darauf brennen, dem Pfandbecher auch endlich einen Mehrwegdeckel aufzusetzen, werden wir versuchen, regelmäßiger Updates mit Euch zu teilen und Euch so noch persönlicher auf den Mehrweg mitzunehmen. Wir freuen uns, dass so viele mit uns mitfiebern, mitdenken und mitwünschen und sagen Danke für Euer Verständnis. Wie immer sind wir offen für weitere Lösungsvorschläge, Ideen und Austausch :-)

F&F