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WARUM KUNSTSTOFF?

Wieso? Weshalb? Warum?

Heute geht es im Transparenz-REport um die Frage "Warum Kunststoff? Plastik- und Pappbechermüll vermeiden mit einem Pfandbecher aus Plastik?"

Nachhaltigkeit auf den zweiten Blick

Nach umfassender Recherche und Tests sagen wir, dass für Mehrweg-Pfandbecher das Material PP (Polypropylen) momentan die nachhaltigste Alternative ist. Wir möchten euch die Gründe dafür nennen.

Nach Ablauf seiner Lebensdauer wird der RECUP recycelt. So können neue Produkte entstehen.

Nach Ablauf seiner Lebensdauer wird der RECUP recycelt. So können neue Produkte entstehen.

 

Warum ist der RECUP aus Kunststoff? Drei gute Gründe für Polypropylen (PP):

1. Langlebigkeit

Becher aus PP können sehr lange im Kreislauf eines Pfandsystems gehalten werden. Sie machen die meisten Spülgänge mit und sind extrem bruchsicher. Unser Hersteller garantiert uns, dass die Becher mind. 500 Mal wiederverwendet werden können (siehe auch Ökobilanz im ersten Transparenz-REport).

2. Umweltbilanz
Vergleicht man die Herstellungs- und Recyclingsbedingungen mit denen von alternativen Materialien, schneidet PP durch vergleichbar geringen Energieverbrauch und gute Recyclingfähigkeit am besten ab. Zum Beispiel muss Keramik mehrfach bei sehr hohen Temperaturen gebrannt werden. Auch Edelstahl ist sehr aufwändig in der Herstellung und deswegen auch zu teuer für ein Pfandsystem. Bambusbecher eignen sich ebenfalls weniger für ein Pfandsystem: ihnen ist Melamin – ein Kunststoffkleber – beigemischt, weswegen sie nicht recyclebar sind. Zusätzlich werden sie erfahrungsgemäß nach ca. 200 Kaffeefüllungen unansehlich. Daher ist der Bambusbecher unserer Meinung nach eher für den persönlichen Gebrauch geeignet. Für uns ist aber die Eignung für ein umlaufendes Pfandsystem entscheidend.

3. Komfort
Der RECUP ist leicht, bruchsicher, optimal stapelbar und geschmacksneutral. Becher aus Glas und Keramik sind sehr schön aber unpraktisch für ein Pfandsystem, da sie zu schwer sind und leicht kaputt gehen. Uns ist es wichtig, dass Kaffeegenießer unseren Becher leicht mitnehmen und Kaffeeanbieter diesen einfach anbieten können.

Wir sind auf der Suche nach alternativen Materialien wie Biokunststoffen, die ähnlich gute Eigenschaften wie PP haben und genauso gut für ein Pfandbechersystem geeignet sind. Aktuell ist Bioplastik noch keine Alternative für uns, da es die Anforderungen an eine vollständige biologische Abbaubarkeit nicht erfüllt und deswegen oft gar nicht erst recyclelt wird. Wenn es recyclelt wird, dann aktuell nur unter hohem Energieaufwand. Sobald sich dies ändert, wollen wir aber gerne wechseln.

 

EINWEG? MEHRWEG? PFAND!

TransparenzREport: Ökobilanzierung

Wir möchten Euch mehr bieten. Einmal im Monat beleuchten wir ein Thema genauer. Zu Fragen, wie "Warum Plastik?" oder "Warum Einwegdeckel?" möchten wir hier unsere Gedanken und Einstellung mit Euch teilen.

Ökologisch nachhaltiger als Einwegbecher

Die Grundlage unseres Handelns bei RECUP: ökologisch nachhaltiger als der Einwegbecher sein.

Die Studierenden der Lehrveranstaltung 'Nachhaltige Produktentwicklung und Ökobilanzierung' der FH Rosenheim haben für uns eine kleine Ökobilanz erstellt. Einwegsystem und Pfandsystem wurden hinsichtlich der Umweltbelastung (cradle-to-grave = von der Herstellung bis zur thermischen Verwertung) für den Standort der FH Rosenheim verglichen.

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Ökobilanzierung:
Einweg vs. Mehrweg

Das Fazit der Studenten für diese Ökobilanz:

Die Humantoxizität sagt aus wie viele für den Menschen schädliche Stoffe bei der Produktion produziert werden.

Ökobilanzen sind sehr aufwändig zu erstellen. Das liegt vor allem daran, dass dabei viele Annahmen bzgl. der Nutzung, der Rohstoffgewinnung und der Lebensdauer des Produktes getroffen werden müssen.

Für uns stellt das Ergebnis dieser Untersuchung deswegen keine Allgemeingültigkeit dar. Es bestärkt uns aber in der Annahme, dass die Nutzung von RECUPs nachhaltiger als die von Einwegbechern ist, was auch ähnliche Studien (PP-Mehrweg vs. Einweg) aufgezeigt haben.

 

Der Einsatz von RECUP an der FH bedeutet eine Reduktion der Negativfaktoren.

Der Einsatz von RECUP an der FH bedeutet eine Reduktion der Negativfaktoren.

 

Unser Fazit:

Um noch mehr Gewissheit zu erhalten, werden wir eine noch ausführlichere und detailreichere Ökobilanz erstellen lassen und euch über das Thema auf dem Laufenden halten!