Finanzierung

RECUP: Das war 2018

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Deutschland beschreitet den Mehrweg mit RECUP –
und das in schnellen Schritten:

RECUP Rückblick 2018. Besser Bechern. So richtig.

Ein Jahr. 12 Monate. 365 Tage. Ein Zeitraum, in dem wirklich viel passieren kann – ist es auch:
Ein Rekordhitzesommer, der uns alle schwitzen ließ. Jamaika ließ kurz grüßen. Die EU plant ein Einwegplastik-Verbot als Reaktion auf Mikroplastik und Einwegmüll in den Meeren. Nur einige Ereignisse, die uns dieses Jahr beschäftigt haben.

Und auch bei RECUP hat sich viel getan. Das nehmen wir zum Anlass, unsere größten Meilensteine und schönsten Momente mit Euch zu teilen und so das Jahr Revue passieren zu lassen:

  • Meilensteine auf unserem Mehrweg

  • Große Gefühle: Unsere Highlights

  • REview


 
“Write it on your heart that every day is the best day in the year.”
— Ralph Waldo Emerson

MEILENSTEINE AUF UNSEREM MEHRWEG

Pfandnetz

Bereits Ende März war die Freude groß, als sich der 800ste Partner dem RECUP-Pfandsystem anschloß, eine große Zahl für uns! Kurz darauf, fast pünktlich zum einjährigen Bestehen des Startups in München, entschied sich auch schon der 1.000ste Partner für RECUP. Kaum zu glauben, dass wir jetzt, zum Ende des Jahres, 2.000 Partner mit im Boot haben. Wenn das mal nicht ein Grund zum Feiern ist – für uns auf alle Fälle! Wie schnell wir gewachsen sind, war auch im Office gefühlt täglich spürbar. Die Polonaise zu jedem 100. Partner lief immer regelmäßiger durchs Büro – sportlich waren wir also dieses Jahr definitiv! Es ist sehr schön zu sehen, wie viele Leute mit uns gemeinsam in eine grünere Zukunft starten und die #coffeetogorevolution voran treiben.

Auch wachsen unsere Städtekooperationen und immer mehr Städte und Kommunen schließen sich als offizielle Partner an. Im Jahr 2018 waren es mehr als 15! Sogar eine Insel ist nun mit dabei: Sylt. Moin Moin, servus und Grüß Gott! Von List im höchsten Norden bis Garmisch Partenkirchen ganz im Süden kann man mit den RECUPs besser bechern.

Neben vielen kleineren Cafés und Bäckereien haben sich auch größere Unternehmen für die nachhaltige Alternative zum Einwegbecher entschieden. Durch die Verdichtung des Pfandnetzes profitieren RECUP-Partner, wie auch Kaffeegenießer: Mit immer mehr Abgabestellen für den RECUP-Pfandbecher erleichtert sich die Rückgabe-Handhabung für den Kaffeegenießer enorm.

Die Testphase in einem bekannten Fast-Food Restaurant zeigt uns, dass auch Großkonzerne umdenken und Umweltschutz und die Vermeidung von Einwegmüll eine immer wichtigere Rolle spielt. Die Testphase wurde auf mittlerweile drei Städte ausgeweitet und wir sind gespannt, wie sich das weiterentwickelt und freuen uns, so noch mehr Kaffeetrinker erreichen zu können.

#coffeetogorevolution

3.000 Follower auf Instagram im April diesen Jahres – ein halbes Jahr später haben wir jetzt die 6.000 Follower-Grenze geknackt. Und es werden täglich mehr. Das ist ein riesen Erfolg für uns, denn es zeigt, dass immer mehr Menschen die #coffeetogorevolution verfolgen und sich von einem nachhaltigeren Lebensstil inspirieren lassen. Wir freuen uns über jeden Einzelnen, denn “grün” ist viel mehr als ein Trend!

Ausgezeichnete Aussichten!

Außerdem wurde RECUP mit einigen Preisen ausgezeichnet. Was uns ganz besonders stolz macht: Wir wurden beim "Gründer des Jahres Award" zum Startup des Jahres gevotet! Diese Auszeichnung ist eine wahnsinnige Ehre und motivierendes Feedback für unsere Arbeit. Denn sie zeigt, dass nicht nur die Idee hinter RECUP super ist, sondern auch die Art und Weise wie wir arbeiten und unser Startup vorantreiben.

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Produktfamilie

Besondere Erneuerungen, die uns dieses Jahr beschäftigt haben, sind die Erweiterungen unserer Becherfamilie um den 0,2 Becher und die Einführung des Mehrwegdeckels – die bringen ordentlich Farbe in den Kaffee-Alltag. Mehr zu unserem buntem Freund gibt’s hier.

Der Mehrwegdeckel in verschiedenen Farben findet man auch mit unterschiedlichen Statements wie zum Beispiel “Richtig. Heisses. Gerät.”. Der Deckel ist zwar kein Teil des Pfandsystems – trotzdem ist er super. So kann nämlich jeder selbst entscheiden, ob er sein Heißgetränk mit oder ohne Deckel genießen möchte! So läuft besser bechern.

 
Der 0,2l Becher mit schönen Mehrwegdeckel in Zartbitter. Gesucht & Gefunden!

Der 0,2l Becher mit schönen Mehrwegdeckel in Zartbitter. Gesucht & Gefunden!

Go Green!

Eine Neuigkeit, die zugleich ein unfassbar wundervolles Highlight für uns ist, ist die Tatsache, dass das EU-Parlament im Oktober ein Einweg-Plastikverbot bestimmte. Einen weiteren Schritt in eine grünere Zukunft setzt auch Deutschland mit dem neuem Verpackungsgesetz ab dem 01.01.2019. Ab sofort werden Hersteller bzw. sog. “Erstinverkehrbringer” von Verpackungsmüll für die Entsorgung des Mülls herangezogen. Diese Neuerungen geben einen weiteren Anstoß, Konsumverhalten zu überdenken und Menschen dafür zu sensibilisieren und aufzurütteln. Genau das, was wir auch verfolgen. Yay!


Grosse gefühle: unsere highlights

Vor einer Woche bekam Jeder den Auftrag, sein persönliches Highlight des Jahres 2018 auf einer #walloffame bei uns im Office zu verewigen: Jeder hat seine ganz persönlichen Highlights, die für ihn/sie das Jahr 2018 so besonders machten aber in einigen Punkten waren wir uns einig. Diese möchten wir gern mit Euch teilen:

Los ging es dieses Jahr mit einem großen Schritt für das RECUP Team – dem Umzug in ein eigenes Büro, unseren REhub. Diesen haben wir selbst eingerichtet und im Februar bezogen und natürlich RECUP-würdig eingeweiht.

Zu sehen, wie sehr das System angenommen wird, ist für jeden Einzelnen von RECUP ein tägliches Highlight. Und auch die individuellen Becher-Editionen fallen darunter: Diese zeigen, dass sich nicht nur einzelne Personen, sondern eine ganze Stadt oder Kommune nachhaltig engagiert. Und da unsere Markenentwicklerin und Designerin Johanna aus jedem Becher dann auch noch ein kleines Kunstwerk zaubert, sind diese natürlich besonders beliebt.

Ein weiteres, schönes Erlebnis war der Team-Ausflug ins wunderschöne Allgäu. Hier haben wir unseren Produzenten Adoma und somit die Geburtsstätte unserer Becher besucht. Neben einem lokalen Produktionskreislauf in Deutschland ist uns die enge und persönliche Zusammenarbeit mit unserem Partner, der ausschließlich Mehrwegprodukte produziert, besonders wichtig.
Zu sehen, welche Produktionsprozesse die Becher durchlaufen, war für uns alle sehr spannend! Mehr zu unserem Besuch sowie zum Thema Kunststoff findet Ihr in unserer Plastic Free Kooperation.

Im  Oktober ging es dann wieder auf’s traditionelle Teamwochenende – wenn man das nach einjähriger Tradition bereits so nennen kann?! Wir sind allerdings stark dafür, dass es zur Tradition wird. Zusammen Zeit auf einer gemütlichen Hütte verbringen, gemeinsam Spaß haben und deftige (vegetarische) Kost genießen. Im Fokus stand aber natürlich das Teambuilding und ganz besonders eine 360° Feedback-Runde, in der wirklich Jeder mit Jedem im Einzelgespräch Feedback geben kann. Eine schöne Form, um sich abseits vom Arbeitsalltag gegenseitig weiter zu bringen: Wir sehen es als große Chance, uns beruflich und persönlich weiterzuentwickeln.

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RECUP around the world?

Das Ende des Jahres stand bei uns unter dem Schlagwort Internationalisierung. Da das Thema bei uns sehr präsent ist, stehen wir mit vielen Akteuren aus unterschiedlichen Ländern aktiv im Austausch. Da uns bewusst ist, das unsere Wirkung stärker wird, wenn wir wachsen und uns ausbreiten, arbeitet das Business Development jeden Tag daran, unser Pfandsystem auch in anderen Ländern verfügbar zu machen. #coffeetogorevolution around the world! Wir sind gespannt, was die Zukunft bringt. Mehr dazu in unserem Blog zum Thema Internationalisierung.


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Neben den vielen neuen Partnern wächst auch RECUP selbst: Mittlerweile sind wir 23 MitarbeiterInnen, die täglich daran arbeiten, Müllvermeidung salonfähig zu machen und noch mehr Leute vom Mehrweg zu überzeugen.

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wir sagen danke

All dies ist nur ein Auszug aus einem turbulenten, spannenden und wachstumsreichen Jahr 2018. Es würde den Rahmen sprengen, alle Erfolge, Highlights und Neuigkeiten im Rahmen eines Blogs zusammenzufassen. Aber so haben wir Euch schonmal einen kleinen Einblick geben können, was dieses Jahr so alles passiert ist.  

Außerdem möchten wir Danke sagen: Danke an jeden einzelnen Partner, der mit uns an das RECUP-Pfandsystem glaubt und täglich weniger Einwegbecher über die Theke gibt.
Danke an jeden Kaffee- oder Teetrinker, der sein Heißgetränk im RECUP genießt. Danke an die großartigen Geschäftsführer, die uns die Chance geben, gemeinsam an einer solch hammermäßigen #coffeetogorevolution zu arbeiten.
Danke an jeden Einzelnen im Team, der jeden Tag mit Einsatz und Herz & Verstand dabei ist, um RECUP weiterzubringen.
Und auch ein Dank an unsere Investoren, mit denen wir eine gute Idee zu einem guten Startup und der Basis für eine echte Mehrweg-Revolution gemacht haben.
Ohne Euch alle wäre RECUP nicht da, wo wir heute sind und wir würden nirgendwo anders sein wollen :)

Auf ein erfolgreiches friedliches und lustiges Jahr 2019!

Euer RECUP-Team

PS: Du findest unsere Arbeit inspirierend. Du findest wir tragen einen tollen Beitrag? Dann stimm für uns ab & mach uns zum Young Icon!


“Was am Ende des Jahres bleibt, ist die zunehmende Gewissheit, warum wir das alles machen. Das Warum ist für uns viel wichtiger als das Was. Das Warum tragen wir weiter, es zeigt sich in den Gesprächen, die sich auf Messen, bei Pressekonferenzen zu Städtestarts und mit Freunden entwickeln. Es zeigt sich auch im Privaten: Wenn wir Kleidertauschparties starten oder anfangen unverpackt und regional einzukaufen, wenn Eltern ganz stolz berichtet, dass sie jetzt Bambuszahnbürsten haben.

“Impact!” Hat Flo schon am Anfang immer gesagt. Und man steckte es in die gleiche Schublade wie Entrepreneur und Social Business: Bedeutung geil – aber echt jetzt? In dieser Schublade steckt doch so viel Wichtiges in elitärem Gewand.
Aber ein Pfandbecher ist nicht elitär. Er ist einfach und verständlich. Nur: Über einen Pfandbecher, mit dem man easy Müll sparen kann, kommt man auch anderen Themen näher, sieht zum ersten Mal auch Bambuszahnbürsten im Regal, versteht die Zero Waste Bewegung, ... Impact! Was hier zählt, ist die immer weiter zunehmende Gewissheit, warum wir das alle machen.

Das Warum ist für uns viel wichtiger als das Was. Das Warum tragen wir weiter, letztes Jahr, dieses Jahr und immerfort.”

Schönste Ansprache von Leo zum Team-Wochenende,
die wie wir finden, alles auf den Punkt bringt! Danke dafür, Leo!

RECUP international

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coffeetogorevolution around the world!?

Wann bekommt man RECUP endlich auch im Ausland? Da wir am Telefon, per Mail, in Bars und bei Familienessen von Fragen zum Ausland überschwemmt werden: Wir wollen Euch mitteilen, wie unsere Pläne diesbezüglich aussehen und was unsere nächsten Schritte sein werden.

“Natürlich interessiert mich die Zukunft.
Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“

Mark Twain

  • WO GEHT’S ALS NÄCHSTES HIN?

  • UND IN ÖSTERREICH?

  • SINNVOLLE STRATEGIE?

wo geht’s als nächstes hin?

Wir werden immer wieder gefragt, wann wir endlich auch ins Ausland kommen. Wir freuen uns, dass derzeit in den verschiedensten Ländern aktiv nach einer nachhaltigen Alternative zu Einwegbechern gesucht wird und wünschen uns natürlich, dass die #coffeetogorevolution bald überall dazu beiträgt, Einwegmüll zu reduzieren.

Wir sind uns unserer Verantwortung für das Thema und der großen Chance bewusst und unterstützen die Idee des Pfandsystems für Coffee-to-go auch im internationalen Kontext. Deshalb versuchen wir mit unserer Erfahrung für alle interessierten Akteure greifbar zu sein, sodass wir dort beschleunigen und unterstützen können, wo Menschen RECUP oder ein ähnliches System zu sich holen wollen.

UND IN ÖSTERREICH?

Besonders oft bekommen wir Anfragen von unseren Nachbarn aus Österreich, die sich ebenfalls ein nachhaltiges Pfandsystem für Coffee-to-go wünschen. Aber um einen neuen Markt anzugehen, braucht man viel Motivation, Durchhaltevermögen und vor allem Zeit. Um RECUP auch bald in Österreich verfügbar zu machen, brauchen wir daher Eure Hilfe: Ihr habt Lust, RECUP zu Euch nach Österreich zu holen, das Pfandsystem dort auf- und auszubauen oder kennt jemanden, der genau richtig dafür wäre? Dann schaut Euch die Anzeige an und meldet Euch!

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Sinnvolle Strategie?

Wie sollen wir an das Thema herangehen? Diese Frage lässt immer wieder unsere Gehirnzellen auf Hochtouren laufen.

Da das Thema sehr präsent ist, stehen wir mit vielen Akteuren aus unterschiedlichen Ländern im aktiven Austausch. Uns ist bewusst, dass unsere Wirkung größer ist, wenn wir wachsen – somit auch der positive Fußstapfen, den wir damit hinterlassen können. Je mehr Leute wir erreichen, desto schöner für uns. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam schaffen wir mehr, können wir so unseren Impact stärken.

Wir wollen mit unserem Wissen dazu beitragen, dass das Pfandsystem weltweit Fuß fassen kann, um auch außerhalb von Deutschland Menschen für das Thema Konsum zu sensibilisieren.

Dass die Internationalisierung ganz neue Möglichkeiten eröffnet, wissen wir. Dass diese aber auch Risiken birgt, ist uns auch klar. Genau deshalb versuchen wir, alle unsere Möglichkeiten abzuwägen, um den Schritt über die nationale Grenze erfolgreich meistern zu können.

Hast Du auch Tipps, Ratschläge oder einfach eine Meinung zu dem Thema? Wir freuen uns über Kommentare, Nachrichten oder Deinen Besuch!


Euer RECUP-Team

Startup insights: Finanzierung

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LET'S TALK MONEY!

Business Angels, Finanzierungsrunden – und wir mittendrin im "Klischee Startup: Arm und Sexy". Und so hören wir immer wieder die Frage, wie wir es schaffen, durch ganz Deutschland zu reisen, mit RECUP eine Stadt nach der anderen zu erobern und dabei noch die ganzen motivierten Menschen in unserem Team zu bezahlen. Mitfahrgelegenheit & Couchsurfing?

Gute Fragen! In diesem Transparenz-REport möchten wir deshalb die Frage beantworten, woher unser Geld eigentlich kommt und wie wir wirtschaftlich aufgestellt sind.

 

"Wozu ist Geld gut, wenn nicht, um die Welt zu verbessern?" Elisabeth Taylor

WOVON WIR LEBEN


Immer noch wird uns die Frage gestellt: "Und was machst Du hauptberuflich?", "Kannst Du jetzt schon davon leben?" oder "Macht ihr das alle ehrenamtlich?"

Als Social Business ist uns wichtig, dass alle Menschen, die für RECUP arbeiten, für ihre Zeit auch fair entlohnt werden. Denn Herzblut ist zwar der Hauptbestandteil für unser Tun und Handeln, aber damit alleine können wir die #coffeetogorevolution nicht vorantreiben. Vor allem nicht in der Stadt mit den teuersten Mieten Deutschlands. Und auch wenn es sich manchmal so anfühlt: Wir haben (noch) keine BahnCard 100 und leben aktuell auch nur zeitweise im Zug.

Also: Ja, wir können davon leben und wollen das auch. Momentan allerdings nur, weil wir Investoren (sog. Business Angels) an Board geholt haben. Sie geben uns nicht nur Geld dafür, dass wir daraus mehr machen, sondern vor allem, um ein motiviertes Team zu beschäftigen und gemeinsam den gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.

 

BUSINESS ANGELS - Engel Oder Teufel?


Der Begriff des Business Angels leitet sich ursprünglich aus der Funktion des "Engels" für das Startup ab: Ein guter Business Angel soll nicht nur Geld, sondern im Idealfall auch relevantes KnowHow, Netzwerk und Erfahrung zur Verfügung stellen. Machmal hört man allerdings auch, dass sich untern den Flügeln kleine Teufel verstecken. Für unsere Engel trifft das definitiv nicht zu: Wir können mit sehr gutem Gewissen sagen, dass wir absolut zufrieden und dankbar sind. Dankbar dafür, ab und zu auch mal von der Klippe gestoßen zu werden, um zu lernen, wie wir selbst fliegen. Aber niemals mit dem Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Entscheidend ist die richtige Mischung aus Herausforderung und Sicherheit - wie immer im Leben halt.

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Und was bekommt so ein Investor dafür?

Firmenanteile, Zinsen, etc... eben genau das, was man miteinander vereinbart hat. Wir haben uns bewusst für die Ausgabe von Anteilen entschieden. Je nachdem, wie viel Geld benötigt und wie hoch der Wert des Unternehmens eingeschätzt wird, werden die Investoren am Unternehmen, und damit z.B. auch an Gewinnen, beteiligt.

Der Vorteil liegt für uns klar auf der Hand: Sie hängen ab dem Moment der Unterschrift mittendrin. Wenn wir uns von Erfolgsgipfel zu Erfolgsgipfel schwingen, schwingen sie mit. Wenn wir bis zu den Haarspitzen in der S****** stehen, guckt vom Investor nur noch der Kopf raus.

Der Nachteil: Da das Unternehmen nicht mehr nur uns Gründern gehört, müssen wir alle Investoren mitreden lassen. Das heißt nicht, dass wir als geschäftsführende Gesellschafter keine Entscheidungen mehr treffen können, wichtige Themen müssen aber im größeren Kreis diskutiert werden, was manchmal zeitaufwändig ist.

"Wie sieht das mit den Investoren bei RECUP genau aus?"

Wichtigste Erkenntnis (zum Glück, bevor wir die erste Finanzierungsrunde abgeschlossen hatten): Investoren sind nicht unsere Chefs! Augenhöhe, Transparenz und Akzeptanz sind für den gemeinsamen Erfolg unabdingbar.

Wir hatten mit unseren Investoren nicht nur viel Glück, sondern konnten unser Team um wichtige Kompetenzen erweitern. Mit Kontakten in die Kaffeeszene, Coachings, IT-Unterstützung, aber auch rechtlicher Beratung, stehen uns alle zur Seite und helfen uns mit ihrer Erfahrung. Und das nicht erst, wenn wir mal nicht weiterwissen, sondern auch proaktiv. Alle haben eins mit uns gemeinsam: Sie brennen für die Sache und feiern Erfolge mit uns genauso, wie sie Probleme konstruktiv und ohne unnötigen Druck gemeinsam mit uns lösen.

"Aber Investoren wollen doch ihr Geld auch wieder zurück? Spürt ihr Druck, möglichst schnell Gewinn zu machen? Hindert Euch das gar daran, nachhaltig zu handeln?"

Den Druck, schnell Gewinn zu machen, spüren wir selbst - dafür brauchen wir keine Investoren. Wenn man von zuhause auszieht, möchte man ja auch nicht für immer vom Geld der Eltern leben, oder? Wie unglaublich schön ist der Moment, indem man auch die Eltern mal auf eine Pizza einladen kann - auch wenn es nur eine kleine ist ;-). Ähnlich verhält es sich mit unseren Investoren. Sie sehen ihre Aufgabe darin, dem Potential der Idee die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Unsere Investoren zeichnet dabei vor allem eine Komponente aus: Sie alle haben in RECUP investiert, weil sie an die Idee und an uns glauben. Sie glauben, wie wir, dass wir mit RECUP Menschen zum Umdenken bewegen und den gesellschaftlichen Wandel zu einer verantwortungsvolleren, bewussteren Konsumgesellschaft aktiv vorantreiben können. Fairer Einkauf, faire Gehälter und alles was sonst zu einem nachhaltigen Unternehmensaufbau dazu gehört sind demnach eine Selbstverständlichkeit und keine unnötigen Ausgaben. Da muss man für die Flyer aus der Umweltdruckerei eben auch mal den zehnfachen Preis bezahlen - that's the deal!

 

NACHHALTIGKEIT AUF PUMP - ist das nachhaltig?

“Damit bedient ihr Euch ja der gleichen Mittel, wie alle kapitalistischen Unternehmen…?”

Eine durchaus berechtigte Frage. Eine, die auch eng mit der Frage “Müssen wir immer weiter wachsen?” zusammenhängt.
Am liebsten wäre es uns, wir würden mit eigenen Mitteln nach und nach, also organisch, wachsen. Klassisch nach dem Prinzip: Du fertigst ein Produkt. Verkaufst es. Du fertigst davon 2 Produkte. Verkaufst 2 Produkte…

Warum wir das nicht machen?

  • Speed matters

Der Mehrwegpfandsystem-Markt ist weltweit unbesetzt und wird umso attraktiver für neue Markbegleiter, je mehr wir zeigen, dass unser Konzept aufgeht. Unsere Marke haben wir selbstverständlich eingetragen und geschützt, ein Patent auf eine Geschäftsidee ist in Deutschland hingegen nicht anmeldbar. Daher bleibt nur eine Möglichkeit, sich vor Nachahmern zu schützen: Schnell bekannt werden und somit das "Tempo"-Taschentuch unter den Pfandbechern zu werden ;-). Dafür benötigen wir drei Dinge: Erfahrung, Geld und natürlich Eure Unterstützung.

  • Coffee-to-go-Müll ist ein riesiges, politisches Thema

Seit wir mit RECUP gestartet sind, wird das Thema “Einwegbecher als Sinnbild für unsere Wegwerfgesellschaft” omnipräsent in den Medien heiß diskutiert. Als kleines Projekt würden wir viel weniger wahrgenommen werden und hätten auch nicht die Chance, unsere Erfahrungen bei runden Tischen, wie dem des Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz, der Fachtagung für kommunale Abfallvermeidung, etc. zu teilen. Wir wollen ehrlichen und transparenten Impact erzeugen.

  • Apropos Impact: Wollen wir hunderte Insellösungen in Deutschland?

Schon im ersten Jahr haben wir gezeigt, dass wir es ernst meinen und sind über Deutschland verteilt in München, Berlin, Oldenburg und Köln gestartet. Mit der Vision, ein deutschlandweites Pfandsystem zu etablieren, wollten wir von Anfang an verhindern, dass sich in jeder Stadt einzelne Insellösungen etablieren. Regionale Lösungen können  zwar funktionieren, sind meistens jedoch nicht ökonomisch nachhaltig aufgebaut und können das Problem somit nicht dauerhaft lösen. Hinzukommt, dass wir mit Insellösungen niemals die Berufspendler erreichen, die ihren Kaffee in der einen Stadt mitnehmen und den Becher in der nächsten wieder abgeben möchten.

Fazit: Ja, auf Pump - und unserer Überzeugung nach trotzdem oder vor allem deshalb auch nachhaltig. Damit wir möglichst schnell möglichst viel bewegen und ein nachhaltiges System aufbauen können. Wir tauschen Geld gegen Anteile und ermöglichen unseren Investoren somit ihr Geld sinnvoll zu investieren und ggf. auch einen Return on Investment zu bekommen.

 

WIE GEHT`S WEITER? WO STEHT IHR GERADE?

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Aktuell stehen wir direkt vor der zweiten Finanzierungsrunde und erhalten von unseren bisherigen Investoren weiteres Geld.

Unser großes Ziel damit: Break Even. Der magische Punkt, an dem das ganze Geld, das wir ausgeben, von uns selbst verdient wurde. Für uns bedeutet das Unabhängigkeit. Wir können die Mehrheit des Unternehmens behalten und somit langfristige strategische Entscheidungen aktiv mitgestalten.
Bis wir an diesem Punkt angekommen sind, ist aber noch ein ordentliches Stück Arbeit zu tun: Nach der aktuellen Kostenstruktur müssen wir uns von der Partnerzahl noch einmal verdoppeln.

Und hier kommst Du ins Spiel

Du findest gut, was wir machen und wie wir es machen und willst uns dabei helfen? Dann sprich über uns, frag Dein Lieblingscafé, ob es mitmachen möchte und teile die Momente Deiner #coffeetogorevolution auf Social Media! Wir freuen uns wirklich über jedes neue Partner-Café, jedes Feedback und jeden neuen RECUP-user – denn das ist es, was uns voran und unserem Traum ein bisschen näher bringt: PFAND. STATT. MÜLL.

Euer Flo & Fabi