Plastic Free July

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JULY – Let's talk about plastic

Es scheint die Sonne, Du genießt das Wetter, es ist Juli und Du möchtest Dir keine anderen Gedanken machen, als “Sind mein Handtuch und Bikini wieder trocken für die nächste Badesession?” oder “Nehme ich heute Zitrone, Schoko oder Mango-Eis?”. Die Gedanken sind auf Urlaubsmodus, das Gemüt beschwingt, die Haare nass – und die Meere voll mit Plastik. 

"Ja", denkt man sich da, "von der Vermüllung der Meere habe ich schon mal was gehört." Aber irgendwie ist das doch weit weg, da mache ich ja grad nicht Urlaub, das ist ja nicht der Strand bei uns am Badesee. Und außerdem – ich würde doch nie Plastik ins Meer werfen. Also doch nicht unser Problem? Doch. Das zeigen Fotos und Videos von Stränden auf der ganzen Welt. Zum Glück gibt es immer mehr Initiativen, die auf das Problem aufmerksam machen. Auch wir bei RECUP nehmen uns das Thema sehr zu Herzen, denn unsere Pfandbecher sind aus dem Kunststoff Polypropylen gefertigt. Deswegen beschäftigen wir uns viel mit den großen Fragen rund um Kunststoff und haben sie in diesem REport zusammengefasst:

  • INITIATIVEN UND ALTERNATIVEN FÜR ALLE

  • EINWEG, MEHRWEG UND RECYCLING

  • PLASTIC-TROUBLE: MIKROPLASTIK

  • WHAT POLITICS CAN DO

  • WHAT WE ARE DOING

  • SO ENTSTEHT DER RECUP

Plastikstrände und Müllwellen – egal ob auf Bali, Hawaii oder in der Dominikanischen Republik, das Problem zeigt sich weltweit. © Dolphin Discovery @ Giphy

 

INITIATIVEN UND ALTERNATIVEN FÜR ALLE

Genau JETZT, im Siesta-Monat Juli, greift die Kampagne Plastic Free July mit einer weltweiten Challenge: einen Monat Einwegplastik meiden (oder ganz darauf verzichten) und die Botschaft teilen. Denn je mehr Menschen von dem Umweltproblem mitbekommen und Alternativen im Alltag integrieren, desto besser.

In kleinen, einfachen Schritten zum Ziel

Das klingt natürlich im ersten Moment nach einer unbequemen und komplizierten Umstellung – das ist es aber nicht. Es geht nicht darum, auf einen Schlag Kunststoff komplett aus dem Alltag zu verbannen. Vielmehr möchte die Kampagne ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viel Einwegmüll sich im Laufe eines Monats bei jedem Einzelnen von uns ansammelt. Denn es summiert sich ja nicht nur der Verpackungsmüll zuhause, hinzu kommen die Strohhalme von den Cocktails am Freitag, die Plastikgabeln beim Grillen mit Freunden im Park, die Smoothie-Flasche, das Obstsäckchen und vieles mehr. #PlasticFreeJuly lässt einen darüber nachdenken, wo man auf Einwegplastik verzichten könnte. Beim Einkaufen geht das zum Beispiel ganz leicht – in Unverpackt-Läden, auf dem Wochenmarkt, im Dorfladen oder eben im Supermarkt: Einfach die unverpackten Lebensmittel bevorzugen, im Großgebinde kaufen, Mehrweg-Pfandflaschen nutzen – und zusehen wie der Müllberg schrumpft!

 

Nach jedem Strohhalm greifen? Nein!

Ein weiterer großer Einweg-Liebling ist der Strohhalm. Eigentlich nicht zwingend notwendig, nutzen wir ihn öfter, als es uns vielleicht bewusst ist. Natürlich ist es wunderbar, durch den Strohhalm zu schlürfen, seinen Cocktail damit umzurühren und die Beeren rauszupicken – aber so entsteht ein riesiger Berg Müll, 100 Millionen Plastikröhrchen pro Jahr alleine in München. Und nun? Keine Sorge, wir führen keinen Pfandstrohhalm ein, das wäre ja verrückt. Außerdem gibt es bereits wunderbare Mehrweg-Alternativen. Und den kleinen Begleiter bekommst Du in jeder (Jacken-) Tasche unter. Es gibt die richtig schick, z.B. aus Glas von HALM (siehe Bild), aber auch aus Metall, Hartplastik oder tatsächlich auch aus Stroh. Unser all-time-favourite: Die gute alte Makkaroni-Nudel! 

Mehr Infos zum Plastic Free July und wo Du sonst noch unkompliziert Einwegmüll einsparen kannst, findest Du unter www.plasticfreejuly.org oder auf Social Media unter dem Hashtag #PlasticFreeJuly. Shia, die auf “Wasteland Rebel” über ihr Zero Waste Leben bloggt, fasst Informationen und Tipps in einem tollen Post zusammen: https://bit.ly/2LJrDdx

 Sommerdrink ja bitte! Aber ohne Plastikstrohhalm!

Sommerdrink ja bitte! Aber ohne Plastikstrohhalm!

 

“Aber warum ist Kunststoff eigentlich so schlimm und gibt es da Unterschiede in der “Schlimmigkeit”?”

EINWEG, MEHRWEG UND RECYCLING

Auch eine gute Frage. Bei uns dreht es sich so oft um das Thema Plastik, vor allem heute in diesem REport, aber was ist Plastik eigentlich?
Plastik verwenden wir umgangssprachlich, wenn wir Kunststoff meinen. Aber da gibt es Unterschiede, die nicht ganz einfach zu erklären sind. Es gibt verschiedene Kunststoffe mit verschiedenen Material-Eigenschaften und Inhalten. Dabei ist Polypropylen, welches wir benutzen, ein sehr reiner und hochwertiger Kunststoff und somit sehr langlebig. Plastik, welches häufig für Einwegbecher, -Strohhalme, etc. benutzt wird, ist sehr dünnes einfaches Material, also weniger langlebig.

"Kunststoffe sind überall, aber zu viele davon werden nur einmal genutzt, bevor wir sie wegwerfen. Einwegkunststoffe landen in der Umwelt und verschmutzen diese, gleichzeitig gehen so Ressourcen verloren. Der Großteil der Kunststoffabfälle in Europa wird auf Deponien gelagert oder verbrannt und nicht recycelt." Europäische Kommission.

Daher gilt generell, dass Mehrwegsysteme, denen sich ein Recycling am Ende anschließt, wie das Mehrwegflaschensystem – um ein anderes Beispiel als uns selbst zu nehmen – am nachhaltigsten sind. Hier wird der Kunststoff nicht nur sehr häufig genutzt, sondern auch am Ende wieder benutzt, so bleibt der Kunststoff im Kreislaufsystem.

Wir möchten damit einen kurzen Überblick geben, verweisen aber gern auf die Seite der Europäischen Kommission, auf der alles zum Thema erklärt wird.

PLASTIC TROUBLE: MIKROPLASTIK

Eines der häufigsten Schlüsselworte zum Thema "Plastik in den Meeren",  ist Mikroplastik: Kunststoffteilchen, die kleiner sind als 5 mm Durchmesser. Dieses entsteht z.B., wenn sich der Strohhalm oder der Einwegbecher, der an der Isar liegen geblieben ist, durch Umwelteinflüsse (wie z.B. Wellenbewegungen, Abrieb oder UV-Strahlen) zersetzt. Kunststoff kann sich mehr oder weniger schnell zersetzen und irgendwann wird der Müll so "unsichtbar". Damit ist er aber nicht weg, denn Kunststoff verschwindet nicht einfach vollständig – es entsteht Mikroplastik, dass in unserem Trinkwasser, im Meer oder in unseren Böden landet und somit in Fischen, Nutztieren – und also auch in uns.
Unser Hersteller garantiert uns, dass beim inneinander Stapeln der RECUPs kein Abrieb – also Mikroplastik, entsteht. 

Was tun?

Mikroplastik lässt sich in erster Linie reduzieren, indem wir Produkte aus Kunststoff vermeiden, die nach einmaligem Gebrauch weggeschmissen werden. Außerdem können wir Produkte mit Mikroplastik meiden, immer auf Mehrweg setzen, wo es möglich ist und natürlich durch konsequentes Recycling der Kunststoffprodukte.

Mehr Informationen zu Mikroplastik und wie Du es vermeiden kannst, findest Du z.B. auf Utopia.

 

WHAT POLITICS CAN DO

Dieses Jahr hat das Thema auch in Deutschland einen spannenden Kontext durch die neue Plastikstrategie der Europäischen Union bekommen.

Grundlage der politischen Diskussion sind vor allem folgende Fakten dazu – die sollte man sich ruhig Mal bei einem Eis (ohne Einwegbecher und -löffel) auf der Zunge zergehen lassen:

  • Jedes Jahr fallen in Europa 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an, weniger als 30% davon werden recycelt.

  • Mindestens drei Milliarden Menschen weltweit haben derzeit keinen Zugang zu einer Müllentsorgung.

  • Weltweit machen Kunststoffe einen Anteil von 85% der Abfälle an Stränden aus.

  • Auswirkungen des Mikroplastiks in Luft, Wasser und Lebensmitteln auf unsere Gesundheit sind bisher unbekannt.

Aus diesen Gründen hat sich die EU jetzt der Abfallvermeidung angenommen: “Wenn wir nicht die Art und Weise ändern, wie wir Kunststoffe herstellen und verwenden, wird 2050 in unseren Ozeanen mehr Plastik schwimmen als Fische.“ (Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans).

Und 2050, das ist gar nicht so weit weg – da heißt es nicht “Nach mir die Plastik-Sintflut”, denn die meisten von uns holt uns noch ein. 

Folgende 7 Punkte hat die Europäische Kommission in einem Legislaturvorschlag formuliert:

  1. Reduktionsziele für Einweg-Lebensmittelbehälter und Getränkebecher, z.B. eine Mindestvorgabe für den Mehrweg-Anteil.

  2. Verbote der folgenden Produkte aus Kunststoff: Wattestäbchen, Einwegbesteck, Einwegteller, Strohhalme, Rührstäbchen und Luftballonhalter. Zur Herstellung sollen alternative, nachhaltige Materialien gefunden werden.

  3. Neue Produktanforderungen werden an Einweg-Kunststoffflaschen gestellt. Z.B. soll sich der Deckel vom Getränkebehälter nicht mehr lösen können.

  4. Kennzeichnung von Feuchttüchern, Hygieneeinlagen, Tampons und Tamponapplikatoren sowie Luftballons. Für diese Produktgruppen sollen Kennzeichnungen eingeführt werden, die auf die negativen Umweltauswirkungen bei unsachgemäßer Entsorgung hinweisen.

  5. Erweiterte Herstellerverantwortung für Lebensmittelbehälter, Frischhaltefolien, Kunststoffflaschen, Getränkebecher, Zigaretten, Filter, Feuchttücher, Luftballons, Fischereigerät und Plastiktüten. Für diese Produktgruppen sollen die Hersteller für die Kosten für Sammlung, Transport, etc. sowie für bewusstseinsbildende Maßnahmen aufkommen. Außerdem sollen die Mitgliedstaaten Fischereigerät, was zu Müll geworden ist, einsammeln.

  6. Getrennte Sammlung für Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff: Bis 2025 sollen die Mitgliedstaaten die erforderlichen Maßnahmen treffen, um 90% der Einweg-Kunststoffflaschen getrennt sammeln zu können.

  7. Bewusstseinsbildende Maßnahmen: Die Mitgliedsstaaten sollen sicherstellen, dass Verbraucher besser informiert sind, z.B. über Mehrwegsysteme und best practice-Beispiele und über die Umweltauswirkugen unsachgemäßer Abfallentsorgung, insbesondere auf die Meeresumwelt.

Mehr zum Thema findest Du hier.

Wir sind sehr gespannt, wie die sieben Punkte umgesetzt werden und wie sich das Thema entwickelt! Deutlich wird auf jeden Fall, dass vor allem zusätzlich Hersteller in die Verantwortung genommen werden.
 

WHAT WE ARE DOING

Kommen wir zum Eingemachten! Denn ja, auch wir lassen unsere Pfandbecher aus Kunststoff fertigen. Und so wurde uns schon mehrmals die Frage gestellt, ob uns die Plastikstrategie der EU einschränkt oder das Pfandsystem behindert.

Wer uns schon länger kennt, hat vielleicht schon unseren früheren REport zum Thema Kunststoff gelesen und warum wir uns für dieses Material entschieden haben. Also ja, die Frage hat uns auch diesmal wieder beschäftigt. Wir reflektieren regelmäßig, ob das Material für ein Pfandsystem noch die nachhaltigste Wahl ist und sind immer wieder mit Anbietern von Biokunststoffen im Austausch. Doch bisher gibt es noch kein Material, das ohne sehr hohem Energieaufwand vollständig biologisch abbaubar oder ähnlich gut recycelbar ist.

Auch die Unterscheidung zwischen Einweg und Mehrweg ist für uns ein wichtiges Kriterium: Denn Polypropylen ist ein Kunststoff, der die hohen Anforderungen an das Material eines Pfandbechers voll erfüllt. In der Herstellung energieeffizienter als die meisten Alternativen ist es langlebig, hygienisch und gut spülbar.  

Wer unseren Blogeintrag “Warum Kunststoff?” von damals noch nicht gelesen hat, hier nochmal die wichtigsten Punkte, warum wir uns für Mehrweg-Kunststoff aussprechen:

  1. Langlebigkeit im Pfandkreislauf: RECUPs können mind. 500 mal wiederverwendet werden. Danach gehen sie zurück zum Hersteller und werden vollständig recycelt.

  2. Umweltbilanz: Herstellungs- und Recyclingbedingungen sind besser als bei Keramik oder Edelstahl; anders als z.B. Bambusbecher enthält der Becher keine Stoffe (wie z.B. Melamin), die sich durch Heißgetränke lösen können.

  3. Praktisch: Der RECUP ist leicht und bruchsicher. Uns ist es wichtig, dass Kaffeegenießer unseren Becher leicht mitnehmen und Kaffeeanbieter diesen einfach anbieten können.

Außerdem zur EU-Verordnung: Klar ist, dass es hier um Einweg-Kunsstoff geht, den es zu vermeiden und einzuschränken gilt. Die EU weist außerdem darauf hin, Mehrwegsysteme zu nutzen, z.B. Pfandflaschen.   

Auch die ehemalige Umweltministerin aus Bayern, Ulrike Scharf, hat es auf den Punkt gebracht: “Mehrweg ist der bessere Weg”. Sie appelliert an Betriebe und Verbraucher, auf Einweg zu verzichten. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ersetzt ein Mehrwegbecher im Durchschnitt bis zu 60 Einwegbecher pro Jahr. Dadurch fällt die Ökobilanz für Mehrwegbecher positiver aus. "Abfall vermeiden beginnt schon mit kleinen Maßnahmen. Dabei kann jeder helfen. Wer einen Mehrwegbecher für den Coffee to go nutzt, leistet bereits einen Beitrag."

 Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Plastik. Hier haben wir uns den Produktionsablauf unserer Becher ganz genau angesehen.

Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Plastik. Hier haben wir uns den Produktionsablauf unserer Becher ganz genau angesehen.

SO ENTSTEHT DER RECUP

Was uns aber am wichtigsten bei dem ganzen Thema Material und Herstellung ist: Wir produzieren unsere RECUPs in Deutschland!

Unser Hersteller Adoma, mit dem wir eng zusammenarbeiten und auch die Becher und Deckel entwickelt haben, sitzt im wunderschönen Allgäu. Das heißt für uns nicht nur, dass wir auch mal schnell vor Ort sein können, sondern auch, dass wir mit einem deutschen, mittelständischen und familiengeführten Unternehmen zusammenarbeiten und viel voneinander lernen können. 

Vor ein paar Wochen waren wir zum ersten Mal mit dem kompletten Team zu Besuch bei unserem Hersteller und haben uns die Produktionshallen angeschaut! Für Flo und Fabi war das natürlich nichts Neues, aber der Rest von uns lief mit großen Augen durch die Hallen und hat zum ersten Mal gesehen, wie ein RECUP geboren wird, wie der Druck funktioniert und was alles dahintersteckt!

Wir möchten noch ein bisschen mehr von unserem Hersteller berichten, denn Adoma produziert Produkte aus Kunststoff und stellte sich dieser Verantwortung von Anfang an. Seit dem Start 1978 produziert Adoma ausschließlich Mehrweg- und nicht Einweg-Becherprogramme, für die mind. 500 Spülgänge garantiert werden. So sind zum Beispiel die 1991 zusammen mit Coca-Cola eingeführten Mehrwegbecher aus glasklarem Material teils immer noch im Einsatz  – das heißt seit sage und schreibe mehr als 20 Jahren!

Aber Adoma übernimmt als Unternehmen noch mehr Verantwortung: 

  • energiesparende Maschinen und LED-Installation

  • Mehrweg-Verpackungen für die Waren

  • Solaranlage für den Eigenverbrauch (direkte Reduktion der bezogenen Strommenge)

  • Wärmerückgewinnung (die Abwärme der Maschinen wird über die Kälteanlage den Gebäuden zugeführt, somit ist auch im Winter keine Zusatzheizung notwendig bzw. keine Verschwendung der Überschusswärme)

  • Recycling

Adoma nimmt u.a. unsere aussortierten RECUPs zurück, bereitet diese wieder auf und stellt daraus neue Produkte her. Damit ist am Beispiel RECUP der Kreislauf geschlossen. Zwar werden aus einem alten RECUP keine neuen hergestellt, da das derzeit aus lebensmittelrechtlichen Gründen nicht erlaubt ist, aber es werden daraus neue Produkte, wie z.B. Blumentöpfe oder ausgewählte technische Teile, hergestellt.

Ja, wir produzieren aus Kunststoff – aber in dem Rahmen tun wir es so verantwortungsvoll, wie wir können:

  1. Mit einem lokalen, verantwortungsbewussten Partner-Unternehmen

  2. Wir nutzen hochwertiges Polypropylen, das vollständig recycelt werden kann

  3. Wir arbeiten nicht mit Einweg-, sondern Mehrwegkunststoff

 

Gemeinsam informieren, dazu lernen und immer Mehr-Wege gehen! Lasst uns gemeinsam vom Plastic Free July erzählen, von dem Plastik in den Meeren, von Möglichkeiten, seinen Müll zu reduzieren. Es ist nicht nur eine Challenge im Juli – auch wir begegnen dem Thema immer wieder im Alltag, lernen dazu und “failen” auch mal. Wichtig ist, dass wir dranbleiben, damit 2050 nicht mehr Plastik als Fische im Meer sind und uns die Plastiksintflut nicht einholt.

 

Hast Du auch Tipps, Ratschläge oder einfach eine Meinung zu dem Thema? Wir freuen uns über Kommentare, Nachrichten oder Deinen Besuch!

 

"RAMA DAMA!" [Hochdeutsch: wir räumen auf!]

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grillsaison, summer in the city! mit uns – ohne müll!

Mittwoch! Halbzeit sozusagen, der Tag, der nach Durchatmen schreit: Zeit für eine Abkühlung und Freunde treffen, an der Isar zum Beispiel, vielleicht sogar zum Grillen. Das schmeckt, da kommt man runter. Und zack, schon ist es dunkel – jetzt schnell zusammenräumen und heim, morgen ist wieder Arbeit… Zurück bleiben traurige Picknick-Überbleibsel um und in der Isar: Neben Bierflaschen, Kronkorken, Einweggrills und Plastiktüten, sind es auch immer wieder Pappbecher, die in der Isar landen und bis nach Deggendorf schwimmen. Oder sie werden von der Stadtreinigung aufgeräumt.

Ja, auch das ist Sommer in München. Und nein, nicht nur in München ist das so!

 
 Summer in the city: Mit uns – ohne Müll!

Summer in the city: Mit uns – ohne Müll!

Ein Blogbeitrag aus den Herzen des RECUP-Teams. Zwar über München – aber für alle!

"Unser" München: Hier sind wir vor einem Jahr mit der #coffeetogorevolution gestartet, hier haben wir unsere Base. Um die 250 RECUP-Partner gibt es hier mittlerweile – gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Stadt und unsere Umwelt sauber zu halten und Ressourcen zu schonen – und ganz Deutschland mitzureißen. ABER: Allein die Stadt München muss in der Sommersaison ca. 150 Tonnen an Müll wegräumen; so entstehen Kosten von ca. einer Viertelmillion Euro – einfach weil Müll nicht im, sondern neben dem Mülleimer landet. Weggeräumt wird alles am frühen Morgen, von den meisten Münchnern ganz unbemerkt. Wenn wir dann zum Feierabendbier wieder an die Isar kommen, ist alles wieder schön und sauber – echter Münchner Isar-Flair eben.

"Rama dama!"

Als Pfandbechersystem zur Vermeidung von Einwegmüll tut uns aber jeder Pappbecher, der in der Umwelt landet, im Herzen weh. Und so sagen wir als RECUP-Team den Müllbergen auch außerhalb des Büros den Kampf an und machen mit beim jährlichen Isar Clean Up. Mit Müllsäcken und Handschuhen bewaffnet, werden wir uns gemeinsam mit anderen Firmen, Initiativen und Privatpersonen auf den Weg machen und gemeinsam das Isarufer vom Müll befreien.

Deshalb helfen wir jedes Jahr mit. Weil es absurd ist, das zu verschandeln, was unsere Stadt zu einer der lebenswertesten der Welt macht.” Polarstern, Münchner Energieversorger für grüne Energie und Veranstalter des Isar Clean Ups

 

 Macht mit beim  Isar Clean Up !

Macht mit beim Isar Clean Up!

 

Aber ist einmal aufräumen nicht ein Tropfen auf den heißen Isarstrand?

"Nein!" Nicht für die, die mitmachen und sehen, was da für eine Menge Müll liegt und wie viel Arbeit hinter einem sauberen Isarufer steckt. Dadurch entsteht Respekt – vor der Umwelt und auch vor der Stadtreinigung.

"Nein!" Nicht für die, die von der Aufräumaktion mitbekommen und ihren Müll beim nächsten Mal entsorgen! “Es geht nicht darum, alles aufzuräumen, das schaffen wir auch nicht. Es geht darum zu bilden und die MünchnerInnen anzustiften beim nächsten Isarbesuch ihren Müll selbst mitzunehmen.” (Kulturstrand e.V., Partner des Isar Clean Ups).

"Nein!" Denn jeder kann seinen Beitrag leisten!

Und "Nein!" auch für alle Nicht-Münchner. Denn Einwegmüll in der Outdoor-Saison ist kein reines Münchner Problem!

ALSO – BIST DU DABEI?

 

ABLAUF

11:00 Uhr: Treffpunkt und Start an der Wittelsbacherbrücke München.

11:10 Uhr: Ausgabe von Müllsäcken und Handschuhen. Bitte Gummistiefel mitbringen.

11:15 Uhr: Clean Up – bis zur Prinzregentenbrücke.

13:15 Uhr: Pause am Kulturstrand mit Erfrischungsgetränk.

Ab 14:30: Get together bei Fräulein Grüneis am Eisbach.

Mit dabei sind: Viva con Agua, Patagonia, rehab rebublic, Kulturstrand e.V., Urbanauten, Münchner Freiwillige – Wir helfen e.V., uvm.

MEHR INFOS >>

“Bei der Aktion geht es um mehr, als um ein paar Müll sammelnde „Ökos“. Streng genommen ist es keine Lokalaktion – denn ein Fluss fließt. Und er trägt unseren Münchner Müll flussabwärts. In andere Städte und bis ins Meer. So entstehen Plastikkontinente in den Ozeanen. Deshalb braucht selbst die geschleckteste Stadt Deutschlands ihr Ramadama.”
— die Veranstalter: Polarstern Energie
 

Schülerprojekt

 
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Den Mehrweg mit der nächsten Generation beschreiten - RECUP und The Student’s Coffee Cup

… eine Schüler-Kooperation.

Schüler aus dem Gymnasium Grafing nehmen gerade am Junior expert Programme teil und wir dürfen sie dabei unterstützen. Unter dem Motto „Wirtschaft Erleben“ haben die Schüler für die befristete Laufzeit von einem Schuljahr das Unternehmen „The Student’s Coffee Cup“ gegründet. Ziel der Schüler ist es im Team die Grundprinzipien unternehmerischen Handelns zu lernen: von der Gründung, über das Einsammeln von Eigenkapital mithilfe von Anteilsscheinen, dem Aufbau eines Businessplans, zur Wahl des Vorstands, zum Aufbau der einzelnen Abteilungen... - alles was eben dazu gehört. Durch die Umsetzung einer eigenen Geschäftsidee lernen sie, wie die Realität als Unternehmer aussieht und wie sich das eigene Handeln wirtschaftlich, sozial und ökologisch auswirkt.

WIN-WIN-Situation

Anstatt eines eigenen Systems, haben sich die Schüler für eine Kooperation mit RECUP entschieden, damit die Arbeit auch nach Ende des Projekts Früchte tragen und weiterbestehen kann. Den Schülern von The Student's Coffee Cup ermöglichen wir Einblicke in unsere tägliche Arbeit und Motivation. Gleichzeitig bieten wir Ihnen die Möglichkeit mit dem Verkauf von RECUP-Mehrwegdeckeln mit Student's Coffee Cup Logo sowie die Ansprache neuer Partner eigene Umsätze zu generieren. Für uns und die Schüler eine absolute WIN-WIN-Situation!

Das Wichtigste für uns: Wir wollen der neuen Generation ein Gefühl für enkeltaugliches Wirtschaften vermitteln und sehen in solchen Kooperationen eine große Chance dafür. 

Ich find’s super, dass wir die Schüler schon so früh zum Thema Nachhaltigkeit abholen können und würde mich freuen, wenn wir damit bei dem ein oder anderen einen Samen pflanzen können.
— Fabian
studentscup